Bauhaus-Universität Weimar

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(Aus dem physiologischen Institut der Universität Wien.) 
Zur Kenntnis der negativen Bewegungsnachbilder. 
Von 
Dr. Tösaku Kinoshita, 
Professor an der medizinischen Akademie zu Osaka, Japan. 
Das Bewegungsnachbild ist ein subjektives Phänomen, welches 
sich nach dem Anblicke bewegter Objekte unter gewissen Um¬ 
ständen als Scheinbewegung von entgegengesetzter Richtung 
einstellt. 
Nachdem es gewifs seit undenklichen Zeiten gelegentlich 
bemerkt worden war, ist es wohl zuerst von Purkinje (1825)1 
als physiologisch-optische Erscheinung erkannt und beschrieben 
worden; nachher hatten viele Autoren, Johannes Müller (1840),2 
Plateau (1849),3 Oppel (1856),4 Helmholtz (1866),5 Enoelmann 
1 Purkinje: Beobachtungen und Versuche zur Physiologie der Sinne. 
II. Bd. 1825. 
2 Johannes Müller: Handbuch der Physiologie des Menschen. 1840. 
S. 365. 
3 Plateau: Vierte Notiz über eine neue sonderbare Anwendung des 
Verweilens der Eindrücke auf der Netzhaut. Poggendorffs Annalen 80. 
1849. S. 289. 
4 Oppel: Neue Beobachtungen und Versuche über eine eigentümliche 
und wenig gekannte Reaktionstätigkeit des menschlichen Auges. Poggen- 
dorffs Annalen 99. 1856. S. 540. 
5 Helmholtz: Handbuch der physiologischen Optik. 2. Aufl. 1896. 
S. 764.
        

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