Bauhaus-Universität Weimar

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Uber eine ophthalmologisch interessante Beobachtung. 
Von 
Dr. phil. Martin Ohmann. 
Es befinde sich eine Lichtquelle L gegenüber einem Auge. 
Das Auge selbst sei auf den Punkt B, der auf einem schwarzen 
Schirm liegt, gerichtet. Während man den Kopf und das Auge 
still hält, so dafs immer der Punkt B in der Fovea centralis (Fc) 
des Auges liegt, versuche man, die Aufmerksamkeit von der 
Richtung der schärfsten Einstellung des Auges zu trennen. Man 
bemerkt dann natürlich zunächst, dafs sich oben die Lichquelle L 
befindet. Läfst man alsdann die Aufmerksamkeit auf die ent¬ 
gegengesetzte Seite der Retina wandern, so hat man plötzlich 
die Empfindung, als käme von dem Punkte C auf dem schwarzen 
Schirm ein schwacher Lichtstrahl. Benutzt man beide Augen 
zum Sehen, so erscheinen zwei solcher hellen Punkte G auf dem 
Schirm; benutzt man nur ein Auge, so hat man nur eine Licht¬ 
empfindung. Stellt man anstatt einer Lichtquelle zwei neben¬ 
einander gelegene auf, so hat man beim Sehen mit einem Auge 
zwei, beim Sehen mit zwei Augen vier solcher „sekundärer“ 
Lichtempfindungen. 
Die Erklärung dieser Beobachtung machte mehrere Versuche 
nötig, deren Ergebnis kurz angegeben sei: 
1. Ich bewegte den Augapfel nach den Punkten R, Blt R2,
        

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