Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über physiologische Methoden zur Prüfung der Zusammensetzung gemischter Lichter
Person:
Boehm, Marie
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit33500/1/
(Aus dem physiologischen Institut zu Freiburg i. B.) 
• • 
Uber physiologische Methoden 
zur Prüfung der Zusammensetzung gemischter Lichter. 
Von 
Marie Boehm. 
Bekanntlich ändert sich bei elektrischen Glühlampen, wenn 
sie mit wechselnder Spannung und Stromstärke brennen, nicht 
nur die Helligkeit, sondern auch die qualitative Beschaffenheit 
des ausgesendeten Lichtes ; je stärker sie brennen, um so weifser 
wird das Licht, um so mehr wird das Stärkeverhältnis zweier 
Lichter von bestimmten Wellenlängen zugunsten des kurz¬ 
welligeren Lichtes verschoben. Das Licht einer bestimmten 
Lampenart ist daher ein qualitativ nicht genau definiertes. Hierin 
hegt ein bei physikalischen wie physiologischen Versuchen viel- 
• • 
fach störend empfundener Ubelstand, und es kann wohl in 
mancher Hinsicht als erwünscht bezeichnet werden, die Qualität 
eines vorgelegten Lichtes irgendwie messend festzustellen oder 
auch nach Wunsch ein Licht von genau bestimmter Qualität 
herzustellen. In voller physikalischer Allgemeinheit betrachtet 
ist dies eine Aufgabe von grofser Schwierigkeit. Zur Charakte¬ 
risierung irgend eines Lichtes wäre es erforderlich, die Stärke zu 
ermitteln, mit der jede Lichtart in ihm vertreten ist, also etwa 
die Verteilung der Energie in einem bestimmten Spektrum durch 
bolometrische Beobachtungen festzustellen. Wäre man im Besitz 
eines qualitativ bestimmten, immer wieder in gleicher Zusammen¬ 
setzung herzustellenden Normallichtes, so könnte die qualitative 
Prüfung irgend eines anderen Lichtes durch eine, auf eine 
passende Anzahl von Lichtern erstreckte spektrophotometrische 
Vergleichung mit jenem Normallicht erfolgen. 
Zeitschr. f. Simiesphysiol. 42. 
11
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.