Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
E. B. Titchener: Fluctuation of the Attention to Musical Tones. Am. Journ. of Psychol. 12 (4), 595. 1901
Person:
Dürr
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit33457/1/
Literaturbericht. 
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E. B. Titchbmeb. Fluctuation of the Attention to Musical Tones. Am. Joum. 
of Psychol. 12 (4), 595. 1901. 
Verf. bestätigt die Behauptung von Heinrich, dale bei Tönen keine 
subjects bedingten Intensitätsschwankungen zu beobachten seien, auf 
Grund von Versuchen mit reinen Tönen, nachdem Heinrich das entgegen- 
gesetzte Ergebnifs einer früheren, unter des Verf. Leitung ausgeführten 
Untersuchung von Cook durch die Annahme mitwirkender kaum merklicher 
Geräusche erklärt hat. Dürr (Leipzig). 
Ch. Féré. Les variations de Teioitabilité dais la fatigue. Année psychol 7, 
S. 69—81. 1901. 
— Etude expérimeatale de Fiufluence des excitatious agréables et des excita¬ 
tions désagréables sur le travail. Ebenda 8. 82—129. 
— Travail alternatif des deux mains. Ebenda S. 130—142. 
— Excitabilité comparée des deux hémisphères cérébraux chef Thomas. Ebenda 
S. 143-160. 
Die vier Untersuchungen F.’s sind sämmtlich mit Hülfe des Ergo- 
graphen angestellt; obige Publicationen stellen das erarbeitete Rohmaterial 
an Tabellen und Ergogrammen zusammen ; eine ausführlichere Inhalts¬ 
angabe ist daher ausgeschlossen. Die erste Versuchsreihe zeigt, wie eine 
scheinbar schon zur Erschöpfung gelangte Muskelleistung durch plötzlich 
applicirte Sinnesreize verschiedener Art einen neuen Antrieb erhält. In 
der zweiten Untersuchung werden die Arbeitsleistungen verglichen, welche 
unter der Einwirkung gar keiner Reize, angenehmer Reize und unan¬ 
genehmer Reize erfolgen; angenehme Gerüche und Temperaturerhöhungen 
der Umgebung verstärkten im Allgemeinen die Arbeit; unangenehme Ge¬ 
rüche und Abkühlungen setzten sie herab. Die dritte Serie erweist, dafs 
abwechselnde Bethätigung beider Hände günstiger ist als dauernde Be¬ 
tätigung nur der einen und dann nur der anderen Hand. Die letzten 
Versuche stellen fest, dafs die Leistungen der rechten Hand viel schärfer 
und prompter reagiren auf Einwirkungen von Sinnesreizen als die der 
linken, dafs ferner bei gewissen Reizen Applicationen auf der Seite der 
arbeitenden Hand stärker wirken als auf der gekreuzten Seite. 
W. Stern (Breslau). 
J. Claveêbe. Le travail intellectuel dans ses rapports avec la force musculaire 
mesurée au dynamomètre. Année psyckol. 7, S. 206—230. 1901. 
C. prüfte bei einer Reihe von Schülern die Muskelleistungen ver¬ 
mittelst des Dynamometers vor und nach zweistündiger Unterrichts- bezw. 
häuslicher Schularbeit. Ergebnisse: Intensiver geistiger Arbeit entsprach 
eine merkliche Herabsetzung der Muskelkraft; mittlerer geistiger Arbeit 
entsprach keine Veränderung der Muskelkraft; keiner geistigen Arbeit 
(d. h. einer zweistündigen Mufse) entsprach eine Steigerung der musculären 
Leistung. _ W. Stern (Breslau). 
E. Storch. Versuch einer psychophysiologischen Darstellung der Slnnesvahr- 
nehmungen unter Berücksichtigung ihrer musculären Gomponenten. Monats¬ 
schrift fwr Psychiatrie und Neurologie 11 (1), 31—55; (2), 142—160; (3), 
212—231; (4), 293—316; (5), 359—384. 1902. 
Der Werth der Abhandlung Stoboh’s, deren überaus reicher Inhalt sieh 
Zeitschrift für Psychologie 80. 29
        

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