Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die vom Weiß ausgehende Schwächung der Wirksamkeit farbiger Lichtreize mit Anschluß einer Mitteilung des Herrn Prof. Dr. G. E. Müller
Person:
Révész, Géza
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit33410/3/
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G-éza Révész. 
Kreisels ein Ring auf schwarzem Grunde. Die Kreiselscheibe II 
war ganz ebenso angeordnet wie I, nur dafs der Grund, auf 
dem der Ring während der Rotation des Kreisels erschien, 
nicht schwarz, sondern weifs war.1 Die zwei Kreiselscheiben 
waren so nahe zueinander aufgestellt, wie es eben möglich war. 
Zwischen den beiden Scheiben in der Höhe ihrer Axen war ein 
kleines Fixierzeichen (rot) angebracht. 
Des näheren verfuhr ich bei der Bestimmung der Farben¬ 
schwellen folgend er mafsen. 
Der oben erwähnten Fragestellung gemäfs sollte festgestellt 
werden, wie sich die Farbenschwellen auf den mittleren Ringen 
der beiden Scheiben verhielten, wenn diese beiden Ringe gleich 
hell erschienen. Es mufste also zunächst eine Helligkeitsgleichung 
zwischen den beiden Ringen hergestellt werden. 
Da mir die Herstellung einer Helligkeitsgleichung mittels 
sukzessiver Fixation der zu vergleichenden Ringe mit gröfseren 
Fehlern behaftet erschien, so zog ich es vor, die subjektive 
Gleichheit der Helligkeit der beiden Ringe in der Weise herzu¬ 
stellen, dafs die Versuchsperson das erwähnte rote Zeichen 
fixierte und die diesem Zeichen zugewandten Teile der Ringe 
miteinander verglich. Übrigens zeigte sich, dafs die auf diese 
Weise hergestellten Helligkeitsgleichungen auch dann gültig 
blieben, wenn die beiden Ringpartien mittels sukzessiver Fixierung 
verglichen wurden. 
Auf dem D-Feld 2 wurden Sektoren von 3540 Schwarz und 
6° Weifs eingestellt. Wenn der Kreisel in Rotation versetzt war, 
so erschien demgemäfs auf dem dunklen Grund (D-Grund) ein 
grauer Ring (D-Feld) von mittlerer Helligkeit. Dieses Verhältnis 
der Sektorengröfsen wurde während sämtlicher Versuche kon¬ 
stant gehalten und das D-Feld diente so als Vergleichsfeld bei 
sämtlichen Versuchen. Zu diesem Vergleichsfelde wurde dann 
auf dem D-Grund ein Ring (D-Feld) von derselben subjektiven 
1 Die Breite des mittleren Ringes betrug auf beiden Kreiseln 1 cm. 
Bei dieser Breite erschien auch der Ring auf dem Kreisel II sämtlichen 
Versuchspersonen gleichförmig hell, obwohl prinzipiell betrachtet die in¬ 
duzierte Kontrastwirkung in verschiedener Entfernung von dem Rande des 
Ringes nicht dieselbe wTar. 
2 Ich werde der Kürze halber den auf dunklem Grund befindlichen 
Ring als D-Feld, das auf hellem Grunde befindliche als IT-Feld be¬ 
zeichnen.
        

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