Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
O. Neustätter: Die Darstellung des Strahlenganges bei Skiaskopie und Ophthalmoskopie mittelst Phantomen. Pflügers Archiv 90, 303-312. 1902
Person:
Trendelenburg, W.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit33333/1/
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Literatur bericht. 
tiefsinniger klingende Formel für seine Auffassung liefert ihm die neue 
terminologische Unterscheidung zwischen „unreflektiertem“ und „reflek¬ 
tiertem“ Bewufstsein (z. B. Sehen der roten Farbe — Wissen von diesem 
Sehen), und die Hereinziehung des nicht gerade unerhörten Gedankens der 
Erkenntnisförderung in den Begriff dieser Disziplin. Die Logik, heifst es 
nun (81), „reflektiert auf das reflektierte Bewmfstsein und ist bestrebt, durch 
die Erforschung der Gesetze unseres reflektierten Bewufstseins unsere 
Erkenntnistätigkeit zu potenzieren ; die Psjmhologie hingegen wird bemüht 
sein, die durch die Logik potenzierte Reflexion in die Erforschung des un¬ 
reflektierten Bewufstseins hineinzutragen“. E. Husserl (Göttingen 's. 
E. W. Scripture. Computation of a Set of Simple Direct Measurements. Yale 
Psychol. Laborat. 8, 110—123. 1900. 
In dieser Darstellung diskutiert S. verschiedene Berechnungsweisen 
der Durchschnittswerte, der in die Berechnung eingehenden Fehler u. s. wr. 
und gibt zum Schlufs einige praktische Beispiele. Wir beschränken uns 
hier auf die Wiedergabe der Disposition der Arbeit: I. Theory of the 
average and representative errors (true errors, representative 
errors, mean errors, mean error and average error, probable error). 
II. Example of computation (Computation of the average, comp, 
of the variations from the average, comp, of the probable error, testing the 
average, test, the law of distribution, search for systematic errors, reliability 
of the average). Kiesow (Turin). 
O. Neustätter. Die Darstellung des StraMeaganges bei Skiaskopie und Oph¬ 
thalmoskopie mittelst Phantomen. Pflügers Archiv $0, 303—312. 1902. 
N. erörtert die Schwierigkeiten, welche die Theorie der Skiaskopie zu 
machen pflege und betont die Notwendigkeit, diese mit der des Augen¬ 
spiegels gemeinsam zu behandeln. Nach einer Darlegung des Wesens der 
Skiaskopie gibt N. die Konstruktion seiner Phantome im Princip an. In 
diesen sind die Durchschnitte der ganzen Strahlenkegel als weifse Flächen 
auf schwrarzem Grund dargestellt. Die weifsen Strahlenflächen sind ge¬ 
trennt je für die eintretenden und austretenden Strahlen. Beleuchtungsfeld 
und zugehöriges Luftbild drehen sich um den Knotenpunkt des Unter¬ 
suchten, indem sie unter Berücksichtigung der Randstrahlen durch eine 
Fläche verbunden sind. Eine zwreite Fläche ist zwischen Luftbild und 
dessen durch das Beobachterauge entworfenem konjugiertem Bild gelegt, 
Drehpunkt ist der Knotenpunkt des Beobachters. Verbunden sind beide 
Flächen durch den Mittelpunkt des Luftbildes. Zwei Phantomabbildungen 
dienen zur Erläuterung. Im übrigen verweist N. auf seine Tafeln und den 
zugehörigen Grundrifs, bei J. F. Lehmann erschienen. 
W. Trendelenburg (Freiburg i. Br.). 
A. Pflüger. Über die FarbeiempSadliebkett des Anges. Annal, d. Physik., 
4. Folge, 9 (1), 185—208. 1902. 
Verf. ist der Meinung, dafs die verschiedene Empfindlichkeit des 
Auges für Licht verschiedener Wellenlänge von Ebert entdeckt sei; die 
Untersuchungen der Physiologen über den verschiedenen Reizwert spektraler
        

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