Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
W. Nicolaew: Das Photographieren des Augenhintergrundes der Tiere. Pflügers Archiv 93, 501-557. 1903
Person:
Trendelenburg, W.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit33042/2/
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Litera turbericht. 
Körper. Die Photographie des menschlichen Augengrundes gelang Verf. 
wegen der Augenbewegungen noch nicht. — Die Literatur der Frage wird 
eingehend berücksichtigt. W. Trendelenburg- (Freiburg i. Br.). 
K. Bjerke. Über die Berechnung des Brechwertes der Linse nach Myopie¬ 
operationen. v. Graefes Arch. f. Ophthalm. 55 (3), 389—413. 
Um die Resultate der neuerdings ausgeführten Operation der Linsen¬ 
entfernung zur Beseitigung hochgradiger Myopie auch für die physiolo¬ 
gische Optik nutzbar zu machen, gibt B. zwei Formeln an, welche die 
Berechnung des Brechwertes der Linse gestatten, wenn die Refraktion des 
linsenhaltigen und linsenlosen Auges bestimmt, Hornhautrefraktion und 
Tiefe der Vorderkammer gemessen ist. Die eine Formel gilt für den Fall, 
dafs die Refraktion des Auges auf die wirkliche resp. scheinbare Lage des 
Mittelpunktes der Linse bezogen wird, die andere für den Fall, dafs die 
Refraktion auf den Hornhautscheitel bezogen wird. G. Abelsdoref. 
Dürr. Über das Ansteigen der Netzhauterregungen. Wundts Philosophische 
Studien 18 (2). 61 S. 1902. 
Die von Dürr unternommene Untersuchung betrifft weniger die 
Feststellung des zeitlichen Verlaufes des Anstieges der Netzhauterregungen 
als vielmehr die Frage, welche Zeit nötig ist, damit die Netzhauterregung 
bei gegebener Reizstärke ihr Maximum erreicht und ferner die Frage, 
um wieviel die Intensität der Empfindung, wenn der Zeitpunkt ihrer maxi¬ 
malen Stärke erreicht ist, diejenige einer zweiten durch dieselbe Reizstärke 
ausgelösten Empfindung übertrifft, welche den Zeitpunkt des Maximums 
bereits um ein bestimmtes konstantes Zeitintervall überschritten hat, also 
bereits auf dem wiederabsteigenden Ast der zeitlichen Intensitätskurve 
steht. Bei den Versuchen wurde in der Weise verfahren, dafs der eine 
der beiden Reize und zwar der längere wirksame „Normalreiz“ in seiner 
objektiven Intensität so lange variiert wurde, bis er dem kurz dauernden 
„Vergleichsreiz“ subjektiv gleich erschien. Aus der Differenz der objektiven 
Lichtintensitäten konnte dann der Unterschied der Empfindungsintensität 
für objektiv gleiche Reize für den betreffenden Punkt des Erregungs¬ 
ablaufes berechnet werden. Es wurde dann die Wirkungsdauer des Ver¬ 
gleichsreizes aufgesucht, bei welcher die auf Empfindungsintensitäten um¬ 
zurechnende Differenz der Reizintensitäten ihr Maximum hatte; es zeigte 
sich, dafs dieses in einem recht konstanten Zeitpunkt nach Beginn der 
Reizwirkung eintritt und dafs sowohl kurz vor, wie kurz nach diesem 
Moment stets geringere Unterschiede gefunden werden. 
Die Versuche wurden bei Hell- und bei Dunkeladaptation des Auges, 
ferner bei Verwendung weifser und farbiger Lichtreize durchgeführt. Bei 
Dunkeladaptation ergab sich bei der Zeit des Erregungsanstieges bei 
Prüfung mit weifsem Lichtreiz im Mittel = 0,266 Sekunden, bei Ver¬ 
wendung farbiger Reize aber 0,529—0,553 Sekunden. Es zeigte sich also, 
dafs farbige Reize erheblich längere Zeit bedurften, um die zugehörige 
Empfindung bis zur Maximalintensität zu führen ; in diesem Punkte 
stimmten alle Farben, rot, grün, gelb und blau in ihrem Verhalten überein. 
Auch bei Helladaptation ergab sich derselbe bedeutende Unterschied
        

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