Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über eine einfache Methode zur Untersuchung der Merkfähigkeit resp. des Gedächtnisses bei Geisteskranken
Person:
Bernstein, Alexander
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit32930/2/
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Alexander Bernstem 
zustellen vermögen. Dabei mufs immerhin Vorbehalten werden, 
dafs wir vielleicht unter solchen Umständen weniger in das 
Wesen der Krankheit selbst einzudringen versuchen, als viel¬ 
mehr conventionelle, manchmal auch künstliche Symptome 
hervorzurufen, welche für die gegebene Krankheit eventuell 
charakteristisch sind. 
Derartige einfache Methoden gibt es nur wenige und dieser 
Umstand wird wohl die Beschreibung einer Untersuchungs¬ 
methode rechtfertigen, welche ich seit einigen Monaten sowohl 
am Krankenbette, wie auch im psychologischen Laboratorium 
benutze. Sie ist dazu bestimmt, die Merkfähigkeit zu prüfen, 
kann aber auch zur Untersuchung des Gedächtnisses überhaupt 
benutzt werden. 
Ich gebrauche für diesen Zweck ein hölzernes Brett von 
rechteckiger Form; jede Seite des Quadrats beträgt 28 cm. Das 
Brett hat, wie Fig. 1 zeigt, einen Handgriff, welcher es bequem 
in der Hand zu halten erlaubt, und ist in drei Zeilen geteilt, 
in deren jede je drei Karten von Kartonpapier eingeschoben 
werden können. Die Karten sind auch rechteckig und die 
Länge jeder Seite beträgt 8 cm; auf den Karten sind einfache 
Figuren gezeichnet, welche verschiedene Kombinationen von 
einfachen geometrischen Formen darstellen (Fig. 2). Die Zeich¬ 
nungen sind so gewählt, dafs sie womöglich keine bestimmte
        

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