Bauhaus-Universität Weimar

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(Ans dem Physiologischen Institute der k. k. Universität Wien.) 
Weitere Untersuchungen über die Schalleitung 
im Schädel. 
Von 
Dr. Hugo Fbey, 
Assistent der k. k. Universitätsklinik für Ohrenkranke 
(Vorstand: Hofrat Prof. Dr. Adam Politzer) in Wien. 
(Mit 5 Fig.) 
Über die Grundphänomene der „Knochenleitung“, d. i. über 
die Fortleitung des Schalles, der auf den Knochen direkt über¬ 
tragen wird, habe ich seinerzeit Einiges berichtet1, wobei ins¬ 
besondere über die Modifikationen dieser Leitungsvorgänge, wie 
sie durch die Eigentümlichkeiten im Baue des Schädels hervor¬ 
gebracht werden, verschiedene Tatsachen mitgeteilt wurden. 
Unter den wesentlichen Ergebnissen, zu denen ich damals ge¬ 
langte, hebe ich hier die folgenden hervor : 
I. Der Schall wird im Knochengewebe überhaupt vornehm¬ 
lich in der kompakten Substanz fortgeleitet und zwar umso 
besser, je kompakter die betreffenden Teile sind. 
II. Wenn von dem Gehörorgan der einen Seite Schallwellen 
ausgehen, so verbreiten sich dieselben wohl im gesamten Schädel, 
sie werden aber vorzugsweise nach den symmetrischen Punkten 
der anderen Schädelhälfte, also zur gegenüberliegenden Pyramide 
geleitet. 
III. Es besteht demnach eine Schallübertragung von Ohr zu 
Ohr auf dem Wege der Knochenleitung. Diese wird durch den 
1 Frey: Experimentelle Untersuchungen über die Schalleitung im 
Schädel. Diese Zeitschrift 28, S. 10ff. 
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