Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leuchtturmphänomen und die scheinbare Form des Himmelsgewölbes
Person:
Bernstein, Felix
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit32856/1/
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Das Leuchtturmphänomen 
und die scheinbare Form des Himmelsgewölbes. 
Von 
Felix Bernstein - Halle a. S. 
Auf der Insel Helgoland befindet sich ein Leuchtturm, der 
mit elektrischen Scheinwerfern ausgerüstet ist Die ausgesandten 
Strahlen sind aufserordentlich kräftig und können bis zum 
Horizont verfolgt werden. Die scheinbaren Formen derselben, 
die sich dem Beobachter bei wechselndem Standort zeigen, sind 
eigentümlicher Art und da hier offenbar ein Zusammenhang mit 
dem vielbehandelten Problem der scheinbaren Form des Himmels- 
gewölbes vorliegt, so sollen sie im folgenden näher beschrieben 
werden. 
§ 1. 
Zunächst seien einige Angaben über die örtlichen Verhält¬ 
nisse vorausgeschickt. 
Der Leuchtturm steht auf dem etwa 40 m über dem Meeres¬ 
spiegel sich erhebenden Oberland. Die drei ausgesendeten 
Strahlen bilden unter sich gleiche Winkel und sind sämtlich 
gegen die Horizontale nach unten zu geneigt, damit sie genau 
nach dem Horizonte hinzielen, wie er dem erhöhten Standpunkt, 
von dem sie ausgehen, entspricht. 
Das ganze System befindet sich in Rotation um die Leucht¬ 
turmachse, so dafs jeder Strahl den ganzen Horizont durchläuft 
Man beobachtet nun die folgende scheinbare Form des Strahls: 
Steht der Beobachter in Meereshöhe auf dem sogenannten 
Unterland, so erscheint der Strahl als ein am Himmel befind¬ 
licher leuchtender Bogen, der sich um zwei Pole, die Leucht-
        

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