Bauhaus-Universität Weimar

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Untersuchungen über psychische Hemmung. 
Von 
G. Heymaxs. 
Dritter Artikel.1 
Y. Die Verdrängung yon Schallempfindungen durch elektrische 
Hautempfindungen. 
Bereits in meinem ersten Artikel (diese Zeitschr. 21, S. 324—325) 
habe ich ausdrücklich darauf hingewiesen, dafs die psychische 
Hemmung in dem von mir bezeichneten Sinne, wenn sie als 
eine allgemeine und einheitliche Tatsache gelten soll, sich nicht 
nur zwischen gleichartigen, sondern auch zwischen disparaten 
Empfindungen feststellen lassen mufs. Ich bezweifelte aber 
damals, ob solches bei Festhaltung der von mir gewählten Ver¬ 
suchsmethode (nach welcher die Versuchsperson ihre Aufmerk¬ 
samkeit möglichst auf die passive, zu hemmende Empfindung 
fixiert) tunlich sei, da doch hierbei die Hemmungswirksamkeit 
auf ein Minimum herabgedrückt wird, von welchem kaum zu 
erwarten ist, dafs es sich der quantitativen Abstufung, vielleicht 
selbst nicht, dafs es sich der sicheren Konstatierung zugänglich 
erweisen wTürde. Ich glaubte demnach, entscheidende Ergebnisse 
über die Hemmungsverhältnisse zwischen disparaten Empfin¬ 
dungen nur von einer veränderten Versuchseinrichtung, wobei 
in irgendwelcher Weise dafür gesorgt würde, dafs die Versuchs¬ 
person ihre Aufmerksamkeit der hemmenden statt der zu 
hemmenden Empfindung zugewandt erhielte, erhoffen zu dürfen. 
Den Plan einer solchen Versuchseinrichtung habe ich seitdem 
auch stets im Auge behalten; derselbe stöfst aber in der Aus¬ 
führung auf mannigfache Schwierigkeiten, mit Rücksicht auf 
welche es noch wohl einige Zeit dauern wird, bis ich mit irgend- 
1 S. diese Zeitschrift 21, S. 321—359; 26, S. 305—382.
        

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