Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
S. Goldflam: Zur Lehre von den Hautreflexen an den Unterextremitäten (insbesondere des Babinskischen Reflexes). Neurol. Zentralbl. Nr. 23 u. 24. 1903
Person:
Merzbacher
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit32720/1/
Litera turbericht. 
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Längsdisparationen stereoskopischer Halbbilder (di© nicht ganz klar© Be¬ 
griffsbestimmung s. im Orig.) vermitteln nur insofern ©inen Tiefeneindruck, 
als sie' Querdisparationen in eich schliefsen. 
Längenwerte, welche, ohne Querdisparationen zu besitzen, in stereo¬ 
skopischen Halbbildern kongruent auf treten, können uns eine körperlich© 
Vorstellung suggerieren, wenn sie ihrer Ausdehnung nach erf&hrungs- 
gemäfs von dreidimensionalen Objekten herrühren. W. Â. Nagel (Berlin). 
Renault d’Allonnes. Expériences sir Feiert volontaire lins Fivalnatlon des 
poids. Année psychol. 8, 299—325. 1902. 
Verl stellt© sich die Aufgabe, die Schätzungen von Gewichten ver¬ 
schiedener Schwere zu prüfen, vor allem aber den Ablauf der Willens¬ 
handlung heim Hebenwollen eines unterschätzten Gewichtes graphisch zu 
registrieren. Zu diesem Zweck bedient© er sich, neben vier Töpfen mit 
sehr verschieden schwerer Füllung (von 30—*/4 Kilo), eines fünften Töpfchens, 
das vermittels eines heimlichen Fadens mit einer Feder' verbunden war, 
di© beim Versuch des Anhebens Widerstand leistet© und so Schwer© vor¬ 
täuschte. Die Feder war mit einem Kymographion verbunden,' das den 
Verlauf des Anhebeaktes zeigte. Die Kurven ergeben sehr verschiedene 
Typen in der Art der Willensbetätigung. Manch© Individuen zeigen 
mehrere kurz©, durch völlige Muskelerschlaffung unterbrochene Hebe¬ 
versuch© ; ander© zeigen eine lange dauernd© Muskelspannung, deren Stärk© 
aber wiederum eine Reih© intensiver Schwankungen aufweist; bei einem 
dritten Typ ist ein langer ziemlich gleichmäfsiger Muskelakt feststellbar. 
In bezug auf die Schätzung der anderen Gewichte kommt Verl zu 
* 
folgenden Ergebnissen: Gewichte, di© man nach dem optischen Eindruck 
unterschätzt hatte, ist man geneigt, beim Heben zu überschätzen und um¬ 
gekehrt. Der Schätzungsfehler ist bei schweren Gewichten viel geringer 
als bei leichten. Die an ein Umgehen mit schweren Gewichten gewöhnten 
Individuen (Arbeiter usw.) sind geneigt, sie etwas zu unterschätzen; die 
nicht daran gewöhnten (Geistesarbeiter) überschätzen sie beträchtlich. 
W. Steen (Breslau). 
« 
R. Lbvi. Ober die Beeinflussung der physiologischen Erregbarkeit. Neurokg. 
. Zentralbl. Nr. 9. 1903. 
Am Muskel des Lebenden wird der Nachweis geführt, dafs seine Er¬ 
regbarkeit durch den faradischen Strom in dem Sinne beeinflusst wird,, 
dafs sie eine Steigerung erfährt. Nur durch fortgesetzte Anwendung der 
elektrischen Reizung kann die Erregbarkeitserhöhung zur Anschauung ge¬ 
bracht werden, da ein© einmalige Reizung eine Art Ermüdung herbeiführt, 
welche die bestehende Steigerung der Erregbarkeit verdeckt. — Di© Ver¬ 
suche • Lama stellen sich in Einklang mit den Laboratoriumsversuchen 
anderer Autoren und besitzen neben ihrer wissenschaftlichen Bedeutung 
% 
auch rein-praktische. Mirzbachbb (Heidelberg). 
S. G old fl am. iir Lehre von den Hautreflexen an den ünterextremltiten (Ins¬ 
besondere des Babinsklschen Reflexes). Neurol. Zentralbl. Nr. 23 u. 24. 1903. 
Auf Grund ausgedehnter vergleichender klinischer Untersuchungen 
kommt G. zu dem Resultate, dafs bei Reizung der Fufssohle sich zwei
        

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