Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
G. Mondio: Alluzinazioni e frenosi sensoria. Riv. sperim. di freniatria 29, 240-258. 1903
Person:
Aschaffenburg
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit32669/1/
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Literatmrberiekt. 
C. M Gmum laalagjc* nite Tntiméii m üaiitoikrtakhtit ui Asm 
Mna icntlff leftsdei. AUg. ZeÜBekr, f. BegMaMe **. jmyckück- 
gerietet Medizi* m (6), 886-911. M 
Im Schlaf finden wir Anklänge an viele psychische Betätigungen 
normaler wie pathologischer Art Die Semeiologie hat schon manchen 
Netzen ans den Tranmbeobachtnngen gewonnen. Gnam stellt sich Mer 
die Aufgabe die Träume Normaler auf ihren psychiatrischen Gehalt Mn au 
prüfen, d. h- Analogien zwischen ihnen und Zuständen von Geisteskrankheit 
naehzuweiseu. Er stützt sich dabei auf die Resultate von Sfitta, Radkrtocz 
und Vom. Zunächst zählt er kurz die Sensibilitätastörungen und psychischen 
Zwangszustände auf, die bei beiden verkommen, und findet, dato im Traum- 
instand die Klassifizierung der bezüglichen Alienationen unter die eine 
oder andere Erscheinungsform noch schwieriger wird, da, tost immer 
psychische Weiterverarbeitungen der empfundenen Reizsnst&nde stattfinden« 
Was die Störungen des Gedächtnisses und der Erinnerungen anbetrifft, so 
findet Giksslzb, dato die emotionelle Reproduktion im Traumzustande selten 
in Aktion tritt, da die Wiederkehr konkreter Erinnerungen zn den Selten- 
heilen gehört, und da, der Traum die Ereignisse seiner Welt meist nur 
ganz oberflächlich zu sich in Beziehung setzt. Wo eine emotionelle Repro¬ 
duktion vorkommt, da hebt sich sogleich die Treue des Gedächtnisses» die 
Amnesien treten zurück. 
Im Traumzustande tot die langsame Produktion der Vorstellungen die 
RegeL Die Vorstellungen dauern kurz. Das bildliche Element Überwiegt 
das repräsentative. Die Aasoziationsfesti gkeit und -hemmung lätot nach. 
Das Aufkommen von wirklichen Affekten im Traum gehört nach Gibs&lkb 
zu den Seltenheiten. Treten aber Affekte1 auf, so gelangen die ent¬ 
sprechenden Gefühl© leicht zur Alleinherrschaft. Im allgemeinen über¬ 
wiegen die unangenehmen Träume. Die Motive des Handelns weiden im 
Traum in keiner Weise durch moralische Rücksichten geregelt. Giksslkb 
kommt zu dem Schlafs, dato innerhalb des Gemeingefühls des Träumenden 
di® eigentlichen Perversitäten nicht auftreten.- In den Fällen von Selbst- 
diremption wird di© Einheit des Gemeingefühto Im. Traume nicht auf¬ 
gehoben ; es kommt nur zu partieller und formaler Selbstdiremption. rFür 
Gemeingefühl» Bewegung®- und L&geempfindungen bestehen die Alienationen 
im Traum vorherrschend in einem, Hypo ©der Hyper, zum geringsten Teil 
in einem Para der Empfindung. Hier 1st demnach der Parallélismes 
zwischen Geisteskrankheit und den Träumen normaler Personen nicht 
durchführbar, ha. Traemzmstande normaler Personen dringt also das 
Perverse in die zentraleren Grundlagen der Persönlichkeit nicht soweit 
vor als in den Zuständen der Geisteskrankheit.“ Umpfkütbach. 
G. Moxmo. mutBtftoal • freWMd, aeazsrU- Mw, tpcnm di frmmirm 29, 
240—258. 1903. 
TaMBCKcn hat die Theorie aufgestellt, dato, die Halluzinationen auf 
einen Reizzuetand der psychomotorischen Zentren In der Himiinde beruhen. 
Nach Tabes Ansicht dagegen kommen die Halluainationen dadurch zu. 
stonde, dato die Erregung in krankhaften Fällen von dem, Yorstellungs- 
Zentrum zu dem Wahmehmungszentrum gehe und to eine krankhafte
        

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