Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ch. Féré: L'influence du rythme sur le travail. Année psychol. 8, 49-106. 1902 / - L'alternance de l'activité des deux hémisphères cérébraux. Ebda. 107-149 / - L'influence de quelques poisons nerveux sur le travail. Ebda. 151-184
Person:
Stern, W.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit32665/1/
Literaturberich t. 
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wesentlich darin, gefunden, dafs für die Ausbildung des Pessimismus die 
Erde jederzeit genug Gelegenheit bietet. — Die Ausführungen Colviw« 
hätten vor 100 Jahren veröffentlicht werden können, ohne einen Fortschritt 
der Wissenschaft zu bedeuten. Dürh (Würzburg). 
H. B. Woolston. Religions Emotion. Amer. Joum. of Pêÿckol 18 (1), 62—79. 
1902. 
Die religiöse Gemütsbewegung soll als Erfahrungstatsache beschrieben 
werden. Wie weit dies wirklich geschieht, mag man, aus dem, Folgenden, 
entnehmen. Woolston behauptet zunächst, jede Gemütsbewegung verdanke 
ihren Ursprung der Herstellung einer Koordination zwischen einem. Ein¬ 
druck einerseits und der Reaktion auf diesen, Eindruck andererseits, wenn. 
dm Zustandekommen dieser Koordination erst aus der Überwindung eines 
Konflikte widerstreitender Tendenzen hervorgeht. Deshalb, meint er, 
nehmen die Gemütsbewegungen mit wachsender intellektueller Bildung 
ab(!) In, der Anwendung dieser Grundgedanken auf die religiöse Gemüts¬ 
bewegung führt W. ans, wie die verschiedenen Gedankengänge, di© durch 
Lebenserfahrung und den Ein fluf« der Gesellschaft im Menschen wach¬ 
gerufen werden, in einer religiösen Weltanschauung sich versöhnen und 
wie dieser Harmonisierung verschiedener Tendenzen das beseligende Gefühl 
des Glaubens entspricht. Erscheint so die religiöse Gemütsbewegung nur 
als Symptom für den Prozefs, der in richtigem Leben und Handeln seinen 
AbschleJfe findet, dann darf dieselbe nicht Selbstzweck sein — ein Schlüte, 
der .allen denen selbstverständlich erscheinen mufs, die ihre Kenntnis von 
dem Wert einer Sache .nicht aus der psychologischen Erfahrung sondern 
ans metaphysischen Überlegungen schöpfen. Dürr (Würzburg). 
Cu. FAmA I’imflveice i» rythme «mr le travail. Année p&ychoL 8,49—106. 1902. 
— L’altomaico de ractivité des de« hémisphères cérébraux. Ebda. 107—149. 
— L’imlnence de quelqiei poisons nerveux sur le travail. Ebda, 151—184. 
Auch der diesmalige Bericht Férés über seine umfangreichen Geo¬ 
graphischen Arbeiten ist so zu stände gekommen, dafs die massenhaften 
Rohtabellen und Kurven mit dürftigen Vor-, Zwischen- und Nach¬ 
bemerkungen versehen einfach aneinandergereiht wurden. Da dem Ref. 
nicht zugemutet weiden kann, die geistige Verarbeitung dieses Tabellariums, 
zu der dem Verf. die Zeit fehlte, selbst vorzunehmen, kann nur folgendes 
angedeutet werden. Di© erste Abhandlung gilt der Frage, wie di© ergo- 
graphische Leistung durch ein© Rhythmisierung der Arbeit beei.nfi.ii.fBt 
wird. Verschieden© Rhythmen, auch innerhalb eines Einzel Versuchs 
wechselnde Rhythmen, werden, durchgeprobt. Der zweit© Aufsatz weist 
fias Alternieren in. der Leistungsfähigkeit beider Hände nach. Wurde ab¬ 
wechselnd rechte und links gehoben, so ging mit Depressionsstadien der 
rechten Hand ein. Ansteigen der linkshändigen Leistung parallel. Der 
dritte Artikel endlich berichtet über Ergographenversuche unter dem Ein- 
flufs von Ätherinjektionen. Chloroforminhalationen, Opium, Haschisch, 
Codein usw. Die Wirkungen waren, sehr verschieden; der Haupttypus 
scheint aber doch zu sein: zuerst starke Exzitation, dann schnell folgend 
um so stärkerer Abfall der Leistung. W. Stern (Breslau). 
20*
        

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