Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Stefanowska: Etude histologique du cerveau dans le sommeil provoqué par la fatigue. (Travail fait à l'Institut Solvay.) Journal de Neurologie 20. Mai 1900. 4 S.
Person:
Merzbacher
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit32560/1/
Li ter a turberich t. 
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gruppiren, je nachdem die eine oder andere Seite geistiger Thätigkeit vor¬ 
wiegt. Die drei Phänomene gestatten nämlich die folgenden sechs 
Combinationen : MEI, MIE, EMI, E1M, IME, IEM. Zwei davon, MEI und 
EMI, können jedoch ausgelassen werden, da sie nur auf Thiere, neugeborene 
Kinder und abnorm veranlagte Menschen passen. Für die anderen vier 
Classen hält der Verf. die folgenden Namen für geeignet : MTK-Ideomotorisch, 
AJJM-Ideoemotionell, IEM- Dogmatischemotionell, JMEJ-Kritischintellectuell. 
Zu diesen vier Classen fügt der Verf. noch drei andere, die Uebergänge 
von der einen zu einer anderen Classe darstellen. Sodann vertheilt er die 
verschiedenen Bestandtheile der amerikanischen Bevölkerung (Schotten, 
Engländer, Deutsche u. s. w.) auf die einzelnen oben beschriebenen Classen, 
indem er als Mittel der Classificirung die Bethätigung im politischen und 
geschäftlichen Leben und in der amerikanischen Literatur benutzt. Ferner 
vertheilt er die hauptsächlichen religiösen Richtungen (31 an Zahl) der 
Vereinigten Staaten über die obigen psychologischen Classen. Schliefslich 
berechnet er die Procente, die sich für die einzelnen Classen aus dem 
amerikanischen Census ergeben und findet, dafs diese Ergebnisse ziemlich 
gut mit seiner eigenen Classificirung übereinstimmen. Er zieht hieraus 
den Schlufs, dafs seine Classificirung der Bevölkerung nach ihren geistigen 
Eigenschaften annähernd richtig ist. Wer sich für die Einzelheiten 
interessirt, mufs die Tabellen selbst zur Hand nehmen. Die amerikanische 
Bevölkerung als Ganzes würde als zwischen der EIM- und IEM- Classe 
stehend zu betrachten sein. Max Meyer (Columbia, Missouri). 
Stefanowska. Etude histologique du cerveau dans le sommeil provoqué par 
la fatigue. (Travail fait à VInstitut Solvay.) Journal de Neurologie 
20. Mai 1900. 4 S. 
Die Verf. stellt sich die Aufgabe, die Ganglienzellen des Grofshirns 
und verlängerten Markes im Schlafzustand zu belauschen. Sie dachte im 
Einklang mit der von M. Duval entwickelten Lehre, besondere Ver¬ 
änderungen der Zellfortsätze und ihrer Verbindungen mit anderen Zellen 
zu finden. Einer durch Erschöpfung — nicht Ermüdung! — in einen 
Schlafzustand (?) versetzten Maus wird der Kopf abgeschnitten, das Gehirn 
untersucht, jedoch mit negativem Erfolge. Hätte die Autorin thatsächlich 
irgend welche Veränderungen gefunden, hätte man ebenso gut behaupten 
können, sie habe Zellen vor sich, die gerade im Erwachen begriffen sind, 
nicht aber Zellen, die im Schlafzustand sich befinden. 
Merzbacher (Strafsburg i. E.). 
Merzbacher. Die Beziehung der Sinnesorgane zu den Reflexbewegungen des 
Frosches. Pf lüg er1 s Archiv 82, 222—262. 1900. 
Da beständig Reize durch die Sinnesorgane in unser Gehirn eingehen, 
so führen diese den Centren dauernd Erregungen zu, und ein künstlicher 
Reiz trifft Centren an, die bereits unter der Einwirkung äufserer Reize 
stehen, also sich in einer gewissen Erregung befinden. Es tritt alsdann 
eine Wechselwirkung zwischen dem künstlich hervorgerufenen und dem 
durch die Sinnesorgane erzeugten natürlichen Reize statt. 
Zeitschrift für Psychologie 28. 
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