Bauhaus-Universität Weimar

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(Aus der physikalischen Abteilung des physiologischen Instituts 
der Universität Berlin.) 
Über Fixation im Därnmerungssehen. 
Von 
Richabb Simon in Berlin. 
Die Tatsache, dafs lichtschwache Punkte nicht zentral, 
sondern mit einem parafovealen Netzhautpunkt fixiert werden, 
ist seit langem bekannt und durch die neueren Untersuchungen 
über Stäbchen- und Zapfensehen unserem Verständnis näher¬ 
gerückt worden. Genauere Bestimmungen über die Stellung des 
Auges im Dämmerungssehen scheinen dagegen noch nicht vor¬ 
zuliegen. Zwar hat Cheistlne Labb - Fbankmn 1 gefunden, dafs 
von einer Anzahl durch Leuchtfarbe hergestellter Lichtpunkte, 
die in einem völlig dunklen Raume ganz hell erschienen, immer 
einer unsichtbar war, und dafs die Lage des verschwundenen 
Punktes zu dem jeweils „fixierten“ bei verschiedenen Personen 
verschieden war, sowohl nach Richtung wie nach Gröfse des 
Abstandes. Aber auch hier fehlen nähere Angaben über die 
Lage der beiden Punkte zueinander und vor allem darüber, 
ob sie bei derselben Person zu verschiedenen Zeiten dieselbe 
oder eine wechselnde war. Auf Heren Prof. Nagels Veranlassung 
ging ich an eine Prüfung dieser Frage, bei der zu untersuchen 
war, ob im Dämmerangssehen stets derselbe Punkt eingestellt 
wird, also gewissermafsen eine vikariierende Macula sich aus¬ 
bildet, oder ob zu verschiedenen Zeiten verschiedene Netzhaut¬ 
punkt© zur Fixation benutzt werden, wovon deren Wahl eventuell 
1 A. König. Über den menschlichen Sehpurpur und seine Bedeutung 
für das Sehen. Sitzongsber. der Kgl. preufs. Akademie der Wissenschaften. 
1894, XXX, S. 589. Auch : Gesammelte Abhandlungen, S. S5S.
        

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