Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Fritz Hartmann: Die Orientierung, die Physiologie, Psychologie und Pathologie derselben auf biologischen und anatomischen Grundlagen. Leipzig, Vogel. 1902. 170 S.
Person:
Nagel, W. A.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit32510/1/
Literaturbericht. 
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ist allerdings an einen kurzen Zeitraum gebunden, da die Alkaloide sich 
sehr bald durch den ganzen Ciliarmuskel verbreiten und dann die Mög¬ 
lichkeit, LinBenastigmatismus zu erzeugen, aufhört. G. Abelsdorff. 
£. Claparède. A propOI da soi-disant „IBM des attitudes". Nouvelle Icono¬ 
graphie de la Balpêtrière. Nr. 1, 1—18. 1903. 
Polemik gegen P. Bonnier, der den TLagesinn“ für eine durchaus 
ursprüngliche Sinnesqualität hält und seine empiristische Zurückführung 
auf Muskel-, Gelenk- usw. -Empfindungen bestreitet. C. weist im einzelnen 
die Schwächen und Unklarheiten der B.schen Theorie nach und zeigt die 
ihr entgegenstehenden Tatsachen auf. W. Stern (Breslau). 
Fritz Hartmann. Die Orientierung, die Physiologie, Psychologie und Pathologie 
derselben auf biologischen und anatomischen Grundlagen. Leipzig, Vogel. 
1902. 170 S. 
Das Werk zerfällt in 4 Hauptabschnitte, in deren erstem die Er¬ 
scheinungen der Orientierung bei den wirbellosen Tieren behandelt werden. 
Der Verf. begreift hier unter Orientierungserscheinungen sowohl die 
bekannten Reaktionen auf Richtungsreize (Taxis und Tropismus), wie auch 
die Reaktionen, welche der Gleichgewichtserhaltung und Regulierung dienen, 
aber auch das Orientierungsvermögen der Bienen und anderer Tiere, durch 
die diese bestimmte Plätze wiederfinden, also recht heterogene Dinge. 
Der zweite Abschnitt behandelt die Orientierung der Wirbeltiere im 
optischen Raume, im haptischen, akustischen und statischen Raume. Hier 
werden Erfahrungen an Menschen und Tieren nebeneinander verwertet 
und zu einander in Beziehung gesetzt. Das dritte Kapitel behandelt die 
allgemeine Pathologie der Orientierung beim Menschen, das vierte die 
spezielle klinische Pathologie der Erscheinungen der Orientierung. Diese 
die Pathologie betreffenden Abschnitte dürften die wertvollsten des Buches 
sein, da sie die Mitteilung eigener Beobachtungen an sorgfältig studierten 
Fällen mit Orientierungsstörungen enthalten. 
Da wesentlich Neues an Tatsachen wenigstens auf physiologischem 
Gebiet, nicht gebracht wird, erübrigt sich eine eingehende Besprechung 
des Inhaltes dieser Kapitel. Den Inhalt in einer kurzen und klaren Weise 
zusammenzufassen, will mir bei der etwas eigentümlichen Darstellung, die 
in dem Werk zur Anwendung gebracht ist, nicht gelingen. Ich mufs sogar 
gestehen, dafs mir der Sinn mancher Überlegungen "des Verfassers nicht 
klar geworden ist. Darum mufs ich mich mit diesem kurzen Hinweis auf 
das Werk begnügen. W. A. Nagel (Berlin). 
A. Binet. La mesure de la sensibilité. Année psychol. », 79—128. 1903. 
— Les simplistes; enfants d’école et adultes. Ebda. 129—168. 
— Les distraits. Ebda. 169-198. 
— Les interprétateurs. — Théorie et portraits. Ebda. 199—234. 
— Influence de l’exercice et de la suggestion sur la position du seuil. Ebda. 
235-245. 
— Le seuil de la sensation double ne peut pas être fixé scientifiquement. 
Ebda. 247-252. 
Obige Artikelserie, in der B. zahlreiche ästhesiometrische Unter-
        

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