Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Graefe-Saemisch: Handbuch der gesamten Augenheilkunde. Herausgegeben von Th. Saemisch. II. neubearbeitete Auflage. II. Teil, VIII. Bd. XII. Kap. C. Hess. Die Anomalien der Refraktion und Akkommodation des Auges, mit einleitender Darstellung der Dioptik des Auges. 523 S. 105 Fig. Leipzig (Engelmann) 1902
Person:
Nagel, W. A.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit32505/1/
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Littraturbtricht. 
Farbensinn dieser Leute aus gewissen, zum Teil sehr eigentümlichen 
Gründen als entschieden minderwertig zu betrachten ist und dafs ee daher 
von erheblicher Bedeutung ist, auch diese anomalen Trichromaten sicher 
diagnostizieren zu können. 
Landolt irrt wohl insofern, als er den Versuch zur Prüfung des Tiefen¬ 
sehens mit 3 Stäbchen, die in eine Ebene zu stellen sind, Hebino zuschreibt. 
Er rührt von Helmholtz her. 
Man möge aus diesen kleinen Ausstellungen nicht schliefsen, dafs ich 
an dem neuen Werke etwa nur Tadelnswertes fände; es wird jedem 
Ophthalmologen nicht nur, sondern jedem, der sich mit der Physiologie 
des Auges beschäftigt, ein nützliches Nachschlagewerk sein. Über die ins 
spezielle ophthalmologische Gebiet gehörigen Kapitel mufs ich mich des 
Urteils enthalten. W. A. Nagel (Berlin). 
Gkaefe-Saemjsch. B&idbaoh der gesamtst Augenheilkunde. Herausgegeben 
von Th. Sabmisch. II. neubearbeitete Aufl. II. Teil, VIII. Bd. XII. Kap. 
C. Hess. Die Anomalien der Refraktion, und Akkommodation des Auges, 
mit einleitender Darstellung der Dioptik des Auges. 523 S. 105 Fig. 
Leipzig (Engelmann). 1902. Einzelpreis 21 Mk. 
Der in der ersten Auflage von Albrecht Nagel bearbeitete Abschnitt 
hat durch Hess eine sehr eingehende und gründliche Neubearbeitung er¬ 
fahren, unter völliger Umgestaltung der Grundanlage des Abschnittes. Der 
Umfang ist mehr als doppelt so grofs wie früher, auch die Zahl der Ab¬ 
bildungen ist verdoppelt. Das Werk ist dadurch auf einen durchaus 
modernen Standpunkt gestellt. Die physiologische Einleitung, um die es 
sich bei der Besprechung an dieser Stelle allein handeln kann, stellt die 
eingehendste und wohl auch beste Bearbeitung der Dioptrik des Auges dar, 
die wir besitzen. Die Literatur des letzten Jahrzehnts ist sorgfältig berück¬ 
sichtigt. Besonders eingehend verwertet der Verf. die Arbeiten von Gcll- 
sthand. Der Leser könnte infolgedessen doch wohl eine nicht ganz zu¬ 
treffende Vorstellung von der Bedeutung der GoLLSTRANnschen Arbeiten für 
die neuere Entwicklung der Dioptrik gewinnen. Ob es ein Gewinn ist, wenn 
die GüLLSTRANDSchen Diagramme der Korneakrümmung mit ihren offensicht¬ 
lichen Fehlern in dieses Handbuch, wie auch z. B. in Tioerstedts Lehrbuch 
der Physiologie übergegangen sind, scheint mir recht zweifelhaft. Eine 
meines Erachtens recht störende Eigentümlichkeit hat das GRAEFE-SAEHiscHsclie 
Handbuch, und somit auch dieser Band von Hess an 6ich, nämlich das Fehlen 
spezieller Seitenüberschriften. Auf jeder Seite wiederholt sich die abgekürzte 
Wiedergabe des Titels auf der einen, des Autornamens auf der anderen Seite. 
Das ist aufserordentlich störend und es wäre sehr erfreulich, wenn bei den 
weiteren noch in Vorbereitung befindlichen Bänden die Durchführung 
spezieller Seitenüberschriften ermöglicht werden könnte. 
W. A. Nagel (Berlin). 
Semmelbericbt Iber FnbHkationen, betreffend eine mene Strehleurt, die 
1-BtraMen. Zusammengestellt von H. Pipes, Berlin. 
1. M. R. Blondlot, Sur une nouvelle espèce de lumière. Comptes rendues 
de l’Académie des sciences. Bd. 136, Nr. 12.
        

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