Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
E. H. Lindley: Über Arbeit und Ruhe. Kraepelins Psychologische Arbeiten 3 (3), 482-534. 1900
Person:
Weygandt
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit32467/1/
Literaturberich t. 
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nur in Verbindung mit der Vorstellung assoziativ zugehöriger Situationen 
auf, wobei motorische Elemente eine ganz besonders wichtige Rolle spielen. 
Erinnerungsbilder aus anderen als den bisher genannten Sinnes¬ 
gebieten kommen wahrscheinlich Oberhaupt nicht vor. 
Dübb (Würzburg). 
C. E. Seäshobb. & Kethod of leaanrlag Mental York: The Fiychergograpb. 
Univ. of Iowa Studies in Psychology 3, 1—17. 1902. 
Zur genauen Bestimmung von geistiger Arbeitsfähigkeit fertigte Verf. 
einen Apparat an, den er Psychergograph nennt. Nicht zur Messung von 
einfachen Vorgängen des Urteils, Gedächtnisses und Willens ist der Apparat 
bestimmt, sondern zur Ermöglichung einer ununterbrochenen Wiederholung 
von einem oder mehreren solcher Prozesse unter Bedingungen einer fort¬ 
laufenden Aufmerksamkeitsspannung, Sekunden, Minuten oder Stunden 
hindurch. Es wird dabei gemessen, was für geistige Arbeitsfähigkeit vor¬ 
handen ist, wie viel, von welcher Qualität, und mit welchen Variierungen 
sie sich ausdrückt. 
Der Apparat besteht aus zwei Teilen: einem Reiz- und einem Re¬ 
gistrierapparat. Eine Papierscheibe von 38 cm Durchmesser wird am 
Rande mit 100 Signalzeichen beschrieben. Diese Scheibe, durch ein Uhr¬ 
werk bewegt, dreht sich um eine Achse in der Weise, dafs die Zeichen 
nacheinander hinter einem kleinen Fenster erscheinen. Vor diesem Fenster 
sitzt die Versuchsperson und antwortet mit einem der vier Signalknöpfe 
je nach dem erscheinenden Reiz. Sobald sie einen Knopf niederdrückt, 
läuft die Papierscheibe bis zum nächsten Zeichen weiter und gleichzeitig 
wird auch die Reaktion auf dem Registrierapparat notiert. 
Der Registrierapparat besteht aus 5 Bleistiftspitzen, die auf einem 
kontinuierlich fortlaufenden Papierstreifen schreiben. Die obere Linie steht 
mit einem Chronographen in Verbindung und markiert die Zeit. Die 
unteren vier entsprechen den vier Reaktionsknöpfen. Beim Niederdrücken 
eines Knopfes wird ein elektrischer Strom geschlossen, der die entsprechende 
Bleistiftspitze herunterbewegt. Auf dem Papierstreifen liest man die 
begangenen Fehler sowie auch den Zeitverlauf im ganzen und in Teilen 
ab. Selbstverständlich wird die geistige und physische Disposition der 
Versuchspersonen, ihre Selbstbeobachtungen und sonstige Bemerkungen des 
Versuchsleiters sorgfältig zu Protokoll genommen. Die Reize können in 
mannigfaltigster Weise variiert und die Probleme von einfachster Reaktion 
bis zu ziemlich komplizierten Auswahlsreaktionen vervielfältigt werden. 
Coden (Columbia, Missouri). 
E. H. Lindlet. fiber Arbeit Bnd Rihe. Kraepelins Psychologische Arbeiten 
3 (3), 482—534. 1900. 
Im Rahmen der KBAEPEUNschen individualpsychologischen Unter¬ 
suchungen hatte bereits vor Jahren E. Ambebo das Pausenproblem be¬ 
handelt, wobei er feststellen konnte, dafs Pausen zwischen kontinuierlicher 
geistiger Arbeit nicht nur gradweise, sondern grundsätzlich verschieden 
auf die Leistungsfähigkeit einwirken. Um nun zu ermitteln, welches die 
günstigste Pause sei, die vollkommen die Wirkung einer vorher er-
        

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