Bauhaus-Universität Weimar

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lAteratvrbericht. 
hürdung and Alles, was damit zusammen hängt, ist in der Constitution des 
Kindes and dessen socialen Verhältnissen zu suchen. Fehler der häuslichen 
Kniehang (hierbei a. JL Aikoholdarreichung) berechtigen fast dasa, eher 
von einer Ueberbürdung aulaerhalb der Schale als durch die Schale s* 
reden. Auf der anderen Seite soll gewila nicht geleugnet werden, dals die 
höhere Schule mit den häufigeren, bisweilen ganz überflüssigen Cenauren, 
dem Inspiciren and Examiniren mitwirkt, da diese Momente auch Schüler 
mit normalen Fähigkeiten schädigen können. Nimmt doch */« aller Kinder 
zur Prüfungszeit an Gewicht ab. Mit grofeer Genugthuung begrülst daher 
Verf. die Reform unseres höheren Schulwesens, welche eine Verminderung 
des Examenwesens bezweckt Wenn so oft gekränkter Ehrgeiz als Beweg¬ 
grund angeführt wird, so liegt dies auch daran, dals man heutzutage dem 
Fortkommen in der Schule einen zu grofsen Werth beimifst, sowie an der 
Ueberschätzung der eigenen Persönlichkeit durch das jugendliche Individuum, 
der künstlichen Züchtung dee Ehrgeizes. Aehnlich steht es um das verletzte 
Ehrgefühl, harte oder unwürdige Behandlung, Furcht vor der Strafe. Ißt 
der Schule haben diese Momente immerhin, wie schon oben gesagt oft 
genug gar keinen directen Zusammenhang, und wenn doch, so führt vor 
Allem die Eigenart des Individuums in vielen Fällen zum Selbstmords. 
Schliefslich berührt Verf. noch kurz das suggestive Moment der Nach¬ 
ahmung, indem er auf die Gefahr der Lektüre der Tagesblätter hin weist 
sowie das Moment der Spielerei und Eitelkeit der Sacht Andere su Ärgern 
und der unzutreffenden Vorstellung des kindlichen Alters vom Tode. 
Da Degeneration und Geistesstörung auf der einen, schlechte Er¬ 
ziehung und Frühreife auf der anderen Seite die relative Häufigkeit der 
Selbstmorde und ihre Zunahme erklären, so hat hier die Prophylaxe ein¬ 
zusetzen und sich frühzeitig mit der Erforschung der körperlichen und 
geistigen Fähigkeiten des Kindes und mit einer auf dieser Erkenntnis sich 
aufbauenden Erziehung und Behandlung abzugeben. 
Ernst Schültzb (Andernach). 
Berichtigung. 
In meiner im 26. Bd. dieser Zeitschr. erschienenen Besprechung 1. auf 
S. 236, Z. 6 v. u. Gesammtklang, auf S. 237, Z. I Vaselin, Z. 7 Gesammt* 
empfindung. F. Kiesow. 
Berichtigung. 
Durch ein Versehen ist in meinem Aufsatze „Ueber den Einfluüs der 
Gefühle auf die Vorstellungsbewegung“, diese Zeitschrift 27, S. 26, Zeile 16 
ein Druckfehler stehen geblieben. Daselbst soll es statt „psychologische 
Vorgänge“ richtig rphysiologische Vorgänge“ heiJGsen. 
Saxinokr.
        

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