Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
M. Tscherning: Le daltonisme. X. Congrès internat. d'ophthalmologie, Luzern 197, 1904
Person:
Nagel, W. A.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit32104/1/
Literaturbericht. 
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halten en Werte zu den mit anderen Methoden (Peripheriebeobachtung 
ïlimmerbeobachtung und dgl.) gefundenen verhalten. 
W. Tbendelenbübg (Freiburg i. B.). 
X. Noiszxwski. Bas Parktajesehe Fhinomen and die Adaptation der letxhaat. 
X. Congrès d’ophthalmologie, Luzern 223, 1904. 
N. glaubt durch allerlei höchst naiv beschriebene Versuche den Nach¬ 
weis geliefert zu haben, dafs das PüBKiwjESche Phänomen nicht von der 
Adaptation der Netzhaut abhängt, sondern dafs in der Dämmerung das 
Licht objektiv anders zusammengesetzt ist. W. A. Nagel (Berlin). 
M. Tscherhirg, Le daltonisme. X. Congrès internat, d'ophthalmologie, 
Luzern 197, 1904. 
Verf. beschreibt einen sinnreichen Apparat zur Mischung von Spektral¬ 
farben, in welchem die Farbenzerstreuung durch ein metallisches Rowlakd- 
sches Gitter erzeugt wird, binäre Mischungen und Gleichungen mit un- 
zerstreutem Lichte eines Auerbrenners möglich sind. Verf. vergleicht sein 
normal trichromatisches Farbensystem mit denjenigen zweier anomalen 
Trichromaten, vier Protanopen und dreiDeuteranopen. NachHBLMHOLTzschem 
Prinzip stellt Verf. die Farbensysteme als drei- resp. zweikomponentige 
in Kurvenform dar, wobei er von der bisher üblichen Darstellungsweise 
in gewisser Hinsicht abweicht (s. Orig.). Von den Hauptresultaten seien 
nur die folgenden genannt: Die Rotkurve der anomalen Trichromaten ist 
identisch mit derjenigen der normalen Trichromaten. Zwischen den 
Protanopen und den normalen Trichromaten besteht das gleiche Verhältnis, 
wie zwischen Deuteranopen und anomalen Trichromaten, und zwar gründet 
zieh diese Übereinstimmung auf den gleichen Verlauf der Grün- und 
der Blaukurven. 
Die gleiehe Analogisierung hat bekanntlich schon Tschermak versucht. 
Tbchebntng würde wohl zu anderem Resultate gekommen sein, wenn er 
aufser den anomalen Trichromaten vom ersten Typus (Grünanomalen nach 
v. Kries) noch solche vom zweiten Typus (Rotanomale) zur Verfügung 
gehabt hätte. Er würde dann gesehen haben, dafs diese sich zu den 
Protanopen ähnlich verhalten wie die Grttnanomalen zu den Deuteranopen 
die normalen Trichromaten aber eine besondere Stellung einnehmen. 
W. A. Nagel (Berlin). 
G. Lohmbb. Zur Kenntnis des Parbemehens. Allg. Zeitschr. für Psychiatr. uni 
Psych. Oer. Medizin 62 (1/2), S. 63—78. 1906. 
L. teilt die bisher beobachteten subjektiven Farbenerseheinungen in 
zwei Gruppen: 
I. Halluzinationen nach Anwendung chemischer Stoße (Santonin, 
Atropin, Opinm, Pikrinsäure usw.), nach Kopftrauma, nach Anwendung des 
elektrischen Stromes und Druckwirkung bei Glaukom. 
Q. Bei Infektionskrankheiten (Influenza, Ikterus, Typhus), bei Neurosen 
und Psychosen (Epilepsie, Hysterie, Tabes dorsalis, Dem. paralytica). 
Das eigentliche primäre Toxon ist uns für beide Gruppen unbekannt.
        

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