Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
D. Ferrier and W. A. Turner: Experimental Lesion of the Corpora Quadrigemina in Monkeys. Brain 24 (93), 27-46. 1901
Person:
Schröder
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit32084/1/
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IAteraturbericht. 
und sind verschiedenartig bei Verletzung verschiedener Kerne. Bei doppel¬ 
seitigen Zerstörungen treten ganz andere Symptome auf. 
Schbödbb (Heidelberg). 
D. Fbbetkb and W. A. Turner. Experimental Lesion of the Corpora QLuidri- 
gemina in Monkeys. Brain 24 (93), 27—46. 1901. 
Die Vierhügel stellen ein Organ dar, das im Gehirn der niederen 
Vertebraten eine wichtige Rolle spielt, während seine Ausbildung und Be¬ 
deutung bei den höheren Wirbelthieren parallel der Entwickelung der 
Grofshirnrinde zurücktritt. Ueber die Function der Vierhügel beim. 
Menschen sind zahlreiche, widerspruchsvolle Angaben gemacht worden. 
Fbrrier und Türner haben deshalb einer Reihe von Affen das Grau der 
Vierhügel experimentell entfernt und haben dabei constatiren können, dafs, 
wenn benachbarte Theile nicht mitverletzt wurden, irgend¬ 
welche dauernden Symptome nicht auftraten, dafs auch jedenfalls die Be¬ 
ziehungen zum Seh- und Höract nur sehr lockere und wenig wesent¬ 
liche sind. Schröder (Heidelberg). 
L. Pilgrim. Einige Aufgaben der Vellen- nnd Farbenlehre des Lichtes. Beilage 
z. Progr. der Realanstalt in Cannstadt 1900/1901. 68 S. Mit zwei grofsen 
farbigen Tafeln. 
Die äufserst reichhaltige Programmabhandlung behandelt sowohl rein 
physikalische wie auch ein farbenphysiologisches Problem. Nur das letztere 
kommt für uns an dieser Stelle in Betracht. Es handelt sich darum die 
Farbe, Sättigung und Helligkeit von Interferenz- und Polarisations¬ 
erscheinungen auf Grund der bisher angestellten Versuche über die 
Mischung von Spectralfarben zu bestimmen. Im Wesentlichen werden 
hierbei die Versuche, welche Maxwell im Jahre 1860 und dann diejenigen, 
welche der Ref. zum gröfsten Theile gemeinsam mit Herrn C. Dietebici 
ausgeführt hat, benutzt. Aufserdem kam noch ein Verfahren in Anwendung, 
das von Lommel zum gleichen Zwecke (1891) vorgeschlagen und in dieser 
Zeitschrift (5, 407) besprochen und kritisirt worden ist. Die Resultate der 
zum Theil nur mit grofsem mathematischen Rüstzeug durchführbaren 
Rechnungen stimmen mit der Erfahrung befriedigend überein, woraus sich 
also ergiebt, dafs zur Zeit die Analyse normaler Farbensysteme bereits hin¬ 
reichend genau durchgeführt ist, um Farbe, Helligkeit und Sättigung jeder 
Farbenmischung aus den Componenten mit einer beträchtlichen Genauig¬ 
keit im Voraus berechnen zu können. Völlige Uebereinstimmung ist 
übrigens auch wegen der Schwierigkeit oder vielmehr Unmöglichkeit, das 
der Rechnung zu Grunde gelegte „weifse“ Licht genau zu definiren, 
principiell ausgeschlossen. 
Im Einzelnen gäbe die reichhaltige Abhandlung noch zu manchen, 
sowohl zustimmenden wie kritisirenden Bemerkungen Anlafs. Wir wollen 
hier aber davon absehen, weil sie einen zu grofsen Raum erfordern und 
doch nur demjenigen ganz verständlich sein würden, der die Abhandlung 
selbst, sowie alle, auf welche sie sich stützt, völlig durchgearbeitet hätte. 
Arthur König.
        

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