Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Diagnostische Assoziationsstudien: 1. Vorwort. Bleuler: Über die Bedeutung von Assoziationsversuchen. Journal für Psychologie und Neurologie 3 (1), 49-54. 1904 / 2. I. Beitrag. C. G. Jung und Riklin: Experimentelle Untersuchungen über Assoziationen Gesunder. Ebda. 3 (1), 55-83; (4), 145-164; (5), 193-215; (6), 283-308; 4 (1/2), 24-67. 1904 / 3. II. Beitrag. Wehrlin: Über die Assoziationen von Imbezillen und Idioten. Ebda. 4 (3), 109-123, 1904; 4 (4), 129-143, 1905
Person:
Lipmann
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit31987/1/
Literaturbericht. 
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ergab das auditive Gedächtnis für 5 Silben im Mittel = 1,21. Zwei oder 
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drei Tage später war es für 6 Silben = 1,02 und noch später war es 
45 
Ts für 7 Silben. Die betreffenden Lektionen dauerten 6 Monate. Am Ende 
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des JahreB, im Oktober, bezeichnete 2,88 das mittlere Gedächtnis der 
obersten Klasse, im Juli darauf 4,22, so dafs man also von einem wesent¬ 
lichen Fortschritt reden konnte. Ähnlich verhielt es sich in anderen Klassen. 
Giesslkb (Erfurt). 
MtgäOftUche Auoxlatlouitädien. 
1. Vorwort. Bleuler. Ober die Bedeutung von Aszoilatlonst ersuchen Journal 
für Psychologie und Neurologie 3 (1), 49—54. 1904. 
2. I. Beitrag. C. G. Jung nnd Bikltn. Experimentelle Untersuchungen Eber 
Auosi&tlonen Gesunder. Ebda. 3 (1), 55—83; (4), 145—164; (5), 193—215; 
(6), 283—308 ; 4 (1/2), 24-67. 1904. 
3. ii. Beitrag. Wehrlin. Über die Assoxlttlonen von Imbexlllen und Idioten. 
Ebda. 4 (3), 109—123, 1904 ; 4 (4), 129—143, 1905. 
1. In seinem Vorwort zu der Reihe von Veröffentlichungen ex¬ 
perimenteller Arbeiten, die in der psychiatrischen Universitätsklinik in 
Zürich unter der Leitung Jüngs angestellt waren, weist Bleuleb zunächst 
darauf hin, welch hohe Bedeutung die Lehre von den Assoziationen für 
die heutige Psychologie habe. — Allerdings scheint es dem Bef. in der 
Wertschätzung der Assoziationspsychologie etwas zu weit gegangen zu sein, 
wenn z. B. die Fähigkeit, Lust und Unlust zu empfinden, eine „etwas 
zweifelhafte“ genannt wird. — Assoziationsversuche seien daher in hohem 
Grade geeignet, wichtige Aufschlüsse über das Seelenleben Gesunder und 
Kranker zu geben. Dafür sprächen übrigens nicht nur theoretische Er¬ 
wägungen, sondern auch die Erfahrung, insofern als in des Verf.s psychia¬ 
trischer Klinik „aus den Assoziationen Dementia praecox, Epilepsie, ver¬ 
schiedene Typen der Imbezillität, gewisse Formen der Hysterie — von den 
manischen Verstimmungen mit ihrer längst bekannten Ideenflucht und 
ähnlichen nicht zu sprechen“ — diagnostiziert würden. 
2. Da bisher „kein Mittel vorhanden war, die Assoziationen Kranker 
sicher und zahlenmäfsig vom Typus des Normalen abzutrennen“, stellten 
die Verf. mit 14 gebildeten Frauen, 9 gebildeten Männern, 8 ungebildeten 
Frauen und 7 ungebildeten Männern im ganzen etwa 12400 Assoziations- 
Versuche an, bei denen speziell noch die Wirkung der Aufmerksamkeit auf 
den Assoziationsvorgang näher untersucht werden sollte. — Jede Versuchs¬ 
person hatte zunächst, ohne dafs ihre Aufmerksamkeit besonders abgelenkt 
wurde, auf 200 Worte, die ihr zugerufen wurden, zu reagieren, ferner auf 
100 Reizworte unter der Bedingung der äufseren Ablenkung, d. h. die Ver¬ 
suchsperson hatte hier gleichzeitig nach dem Takte eines Metronoms 
Bleistiftstriche von bestimmter Länge auszuführen. Weitere 100 Reaktionen 
wurden von den gebildeten Versuchspersonen unter der Bedingung der 
inneren Ablenkung aufgenommen, d. h. sie hatten die Anweisung, gleich¬ 
zeitig auf diejenigen „psychologischen Phänomene, welche unmittelbar
        

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