Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Th. Beer: Ueber primitive Sehorgane. Wiener klinische Wochenschr. Nr. 11, 12 u. 13. 73 S. 1901
Person:
Abelsdorff
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit31953/3/
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Litera turbericht. 
mentirte oder mit pigmentirten Zellen alternirende Photirzellgruppen 
3. Pigment umgebene Photirzellen. 2. und 3. werden Ocellen genannt und 
zwar sind solche, bei welchen das Licht zuerst die Photirzelle, dann den 
optischen Nerven trifft, als vertirt, solche, wo das Licht umgekehrt erst 
den Nerven und dann die Photirzelle wie in der Wirbelthiernetzhaut trifft, 
als in vertirt zu bezeichnen. Das Verständnifs der verschiedenen Anordnung 
und des für die einzelnen Thiergruppen charakteristischen Aufbaus kann 
nur durch die Anschauung der im Original beigegebenen Abbildungen er¬ 
worben werden und mufs in dieser Beziehung auf die Lektüre der auch 
im übrigen äufserst lesenswerthen und lehrreichen Abhandlung selbst ver¬ 
wiesen werden. Abklsdorff (Berlin). 
F. Kruegeb. Zur Theorie der GombinationstSiie. Philos. Studien 17 (2), 185—310. 
1901. 
In dieser umfangreichen Arbeit sucht der Verf. die Thatsachen 
historisch zu beleuchten und theoretisch zu verwenden, die er bereits in 
seinen werthvollen Abhandlungen „Beobachtungen an Zweiklängen“ 
im 16. Bande der Philos. Studien (S. 307—379 und 568—664) veröffent¬ 
licht hat. Ueber diese Untersuchungen ist bereits in dieser Zeitschrift 
eingehend berichtet worden. Es gebührt dem Verf. das Verdienst, durch 
Ausbildung und Benutzung exactester Methoden das bisher vorliegende 
Beobachtungsmaterial um ein ganz Beträchtliches vermehrt und ergänzt ta 
haben. — Der leitende Gesichtspunkt für die vorliegende Abhandlung 
bildet die Bedeutung der Combinationstöne für die Theorie des Hörens. 
Der Verf. giebt an, dafs viele irrthümlichen Beschreibungen der Com- 
binationserscheinungen und weitreichende theoretische Abweichungen auf 
lückenhafte Beobachtungen zurückzuführen seien, ja dafs viele Theoretiker 
die Ergebnisse ihrer Vorgänger nur ungenau kannten und die meisten 
scheinbar von vornherein auf einen kritischen Ausgleich der bestehenden 
Differenzen verzichteten. 
Die sich in 3 Capitel gliedernde Arbeit behandelt in den beiden ersten 
alle in der Literatur sich vorfindenden Angaben über die Combinations- 
erscheinungen, die hier mit den eigenen Befunden des Verf. zusammen¬ 
gestellt und kritisch verglichen werden. Das dritte behandelt in 5 Sonder¬ 
abtheilungen die physiologischen Theorien. Die leitenden Gesichtspunkte 
für diesen Theil der Abhandlung sind die folgenden: „Wie verhalten sich 
die bisher versuchten Zusammenfassungen und Erklärungen zu den That¬ 
sachen? Welche Consequenzen ergeben sich aus den Beobachtungen über 
Combinationstöne und verwandte Erscheinungen für die physiologische 
Akustik ?■* Der Verf. fügt in einer Fufsnote hinzu, dafs die in der oben 
angegebenen Arbeit angekündigte Untersuchung über das Consonanzproblem 
den Gegenstand einer dritten Abhandlung bilden wird. 
Da es unmöglich ist, auf alle Einzelheiten der Arbeit einzugehen (sie 
umfafst das ganze Heft der Zeitschrift), so sei es gestattet, die Hanpt- 
resultate wiederzugeben, wie der Verf. sie selbst am Schlüsse zusammen- 
gestellt hat:
        

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