Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Th. Beer: Ueber primitive Sehorgane. Wiener klinische Wochenschr. Nr. 11, 12 u. 13. 73 S. 1901
Person:
Abelsdorff
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit31953/1/
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Literatwrbericht. 
Umfang vom tiefsten Dnnkel bis zum Maximalgrade derselben zu, aber W. 
sieht hierin keinen Nachtheil seiner Anordnung, da das elektrische Bogen¬ 
licht so blendend wirkte, dafs der störende Blendungsfactor erst bei starker 
Herabsetzung der maximalen Helligkeit ausgeschlossen erschien. Durch 
diese Anordnungen, die des Weiteren ausführlich beschrieben sind, suchte 
der Verf. den FBCHNEK-HELMHOLTz’schen Satz auch für das Nachbild eines 
farbigen Helligkeitsunterschiedes zu erproben. Statt des Schwarz wurde 
hier Grün verwandt. Auch die Resultate dieser Versuchsanordnung sind 
in besonderen Tafeln und graphisch in einer Curve dargestellt Auch aus 
diesen Versuchen, -die der Verf. an sich selbst anstellte, resultirte „in der 
That eine sehr gute Uebereinstimmang mitdem F.-H.’schen Satze.“ 
Der Verf. suchte dann noch die Frage zu entscheiden, „ob sich das 
Nachbild einer farbigen Helligkeitsdifferenz auch hinsichtlich seines 
absoluten Werthes ebenso verhält, wie ein Nachbild, das durch die 
Fixation einer Differenz entsprechender farbloser Helligkeiten ent¬ 
standen ist,“ da erst durch eine solche Uebereinstimmung die allgemeinere 
Regel für die Thatsachen gefunden sei, die Martius als Ausgangspunkt für 
seine Methode der Bestimmung der Helligkeit einer Farbe dienten. Die 
Aufgabe bestand hier darin, ein Grau von der gleichen Helligkeit des ver¬ 
wandten Grün zu finden, das dann an die Stelle des letzteren gesetzt ward. 
Der Verf. führte auch diese Versuche an sich selbst aus; es ergab sich, 
wie man auch aus der betreffenden Tabelle ersieht, eine gute Ueberein- 
Stimmung. W. fügt hinzu: „Bei der Genauigkeit, die vorläufig erreicht 
worden ist, kann natürlich kein absolutes Zusammenfallen beider Curven 
erwartet werden, auch wenn die Wirkungen selbst thatsächlich vollkommen 
zusammenfielen.“ „Diese nahe Uebereinstimmung des Helligkeitsw-erthes 
eines farbigen Nachbildes mit dem Nachbild einer entsprechenden farb¬ 
losen Helligkeitsdifferenz, bildet zugleich“, wie hinzugefügt wird, „eine 
wichtige Bestätigung für die Selbständigkeit des Helligkeitsfactors in der 
Lichterregung überhaupt, welche in allen neueren Farbentheorien auf Grund 
allgemeiner Erfahrungen angenommen ist.“ 
Die Arbeit schliefst: „Wie schon erwähnt, gebührt G. Mabtics das 
Verdienst, diese Selbständigkeit des farbigen Helligkeitsnachbildes zu einer 
Methode der indirecten Helligkeitsbestimmung von Farben verwerthet zu 
haben, und bilden meine Versuche dieses letzten Abschnittes zugleich eine 
volle Bestätigung derselben von einem allgemeinen Gesichtspunkte aus etc.“ 
— Die Einzelheiten der inhaltreichen Arbeit müssen hier selbst nach¬ 
gesehen werden. Ein Schlufs wird folgen. Kiesow (Turin). 
Th. Beek. Ueber primitive Sehorgane. Wiener klinische Wochenschr. Nr. 11. 
12 u. 13. 73 S. 1901. 
Nach einleitenden kritischen Vorbemerkungen, welche die bisherigen 
speculativen, Lichtempfindung und Sehorgane bei niederen Thieren oft nur 
auf Grund eines Vorurtheils supponirenden Bezeichnungen rügen, schlägt 
B. eine mehr „objectivirende“ Nomenclatur vor. Dieselbe verdient wegen 
des Bestrebens, nicht jede Reaction auf Lichtreiz sogleich als Licht¬ 
empfindung zu deuten, allgemeine Berücksichtigung auf dem Gebiete der 
Sinnesphysiologie.
        

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