Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sophia Bryant: The Double Effect of Mental Stimuli; a Contrast of Types. Mind, N. S. 9 (35), 305-318. 1900
Person:
Offner
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit31898/1/
XAteraturbericht. 
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ingestrichen wurde, das sowohl e als t enthielt (8 Stunden Arbeit). Im 
Ganzen wurde bei diesen Versuchen keine Abnahme der Leistung bemerkt 
Ferner wurden Versuche gemacht, um festzustellen, ob die musculäre 
Leistungsfähigkeit Abends geringer ist als Morgens. Diese sowie die zu¬ 
letzt erwähnten Versuche wurden an erwachsenen Personen angestellt. 
Man machte Morgens nach dem Aufstehen und Abends nach Beendigung 
der gewöhnlichen (vorwiegend geistigen) Thätigkeit 100, 200 oder 300 Con- 
tractionen an einem Federdynamometer, je eine Contraction in 1 Sec. Kein 
Unterschied zwischen der Morgen- und Abendleistung wurde bemerkt. 
Max Meter (Columbia, Missouri). 
Sophia Bryant. The Doable Effect of Mental Stimuli; a Contrast of Types. 
Mind, N. S. 9 (35), 305—318. 1900. 
Unter Mental Stimulus versteht die Verf. einen Vorgang, der sowohl 
in unserem Bewufstsein eine Veränderung hervorruft, als auch in unserem 
Körper. Der Procefs ist also doppelter Art. Er kann aber unter Um¬ 
ständen einfach werden, insofern eine Veränderung zurücktritt, ausfällt. 
So fällt bei der Reflexhandlung das Bewufstsein aus, bei aufmerksamem 
Hören und Sehen hingegen fehlt jegliche Bewegung. Zwischen diesen 
beiden extremen Formen giebt es natürlich Mittelstufen. Viele Beobach¬ 
tungen machen es wahrscheinlich, dafs die Körperbewegungen umsomehr 
eurücktreten, je breiteren Raum der zugehörige psychische Vorgang im 
Bewufstsein einnimmt und umgekehrt. Dem entspricht, dafs Menschen, 
welche tief empfinden, lebhaft vorstellen, langsam sind im Handeln und 
umgekehrt. Selbst im Bewufstseinsleben allein zeigt sich dieser Gegen¬ 
satz. Lebhafter Vorstellende, tiefer Fühlende haben einen langsameren 
Wechsel der Vorstellungen, ihre Phantasie ist ärmer, im Vergleich mit den 
weniger tief Empfindenden, weniger gründlich, aber rascher Vorstellenden 
und Denkenden. Ersteren Typus nennt Verf. ästhetisch, den anderen 
kinetisch, ein Gegensatz, der sich auch beim rein mechanischen Erinnern 
wiederfinden läfst. Offner (München). 
G. Cordes. Experimentelle Untersuchungen fiber Associationen. Philos. Studien 
17 (1), 30—77. 1901. 
Der Verf. stellt sich die Aufgabe, zu bestimmen, „ob psychische 
Verläufe, die als mittelbare Associationen zu bezeichnen 
wären, experimentell nachgewiesen werden können, und 
sodann — vorausgesetzt, dafs jeneFrage eine bejahende Ant¬ 
wort fände und ein genügend grofses Material gesammelt 
würde — die Abhängigkeitsbeziehungen dieser mittelbaren 
Associationen festzustellen.“ Er theilt seine Arbeit nach einer 
kurzen einleitenden Vorbemerkung in zwei Abschnitte, von denen der erste 
die einfache Association und der zweite die mittelbare Asso¬ 
ciation behandelt. Hieran schliefsen sich dann einige Folgerungen für 
die Theorie der mittelbaren Associationen. 
In der Einleitung legt der Verf. kurz die angewandte Versuchstechnik 
dar. Diese war im Ganzen die folgende: Die Versuchsperson befand sich
        

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