Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
June E. Downey: An Experiment on getting an After-Image from a Mental Image. Psychol. Review 8 (1), 42-55. 1901
Person:
Meyer, Max
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit31886/1/
Literaturbericht. 
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nothwendiger Bestandteil eines Photirorgans sei. Wir fanden ja auch 
bei Hirudineen Photirzellen ohne Pigmentblendung. 
Die Augen der polychäten Anneliden und einiger Mollusken, die Hesse 
in seinen letzten Arbeiten behandelt, zeigen auch yiele interessante Ver¬ 
hältnisse, doch wird es am besten sein, mit einem Bericht über sie zu 
warten, bis die zusammenfassende allgemeine Arbeit über die primitiven 
Sehorgane vorliegt, die Hesse verspricht. Püttes (Breslau). 
June E. Downey. An Experiment on getting an After-Image from a Mental 
Image. Psychol. Review 8 (1), 42—55. 1901. 
Die Versuche wurden an einer Studentin angestellt, die von der 
Theorie der Nachbilder nichts wufste und erst nach Beendigung der Ver¬ 
suche darüber belehrt wurde. Sie hatte auf einem dargebotenen Grunde 
(gewöhnlich Schwarz oder Weifs) eine farbige Fläche 20 bis 40 Sec. lang 
vorzustellen und dann anzugeben, was für ein Nachbild ihr erschien. Die 
Ergebnisse dieser Versuche sind in mehreren Tabellen ausführlich darge¬ 
stellt. Sie scheinen zu beweisen, dafs eine lebhafte Farbenvorstellung ein 
Nachbild erzeugt. Max Meyer (Columbia, Missouri). 
J. M. Gillette. Multiple After-Images. Psychol. Revieiv 8 (3), 279—280. 1901. 
Gillette beschreibt hier, wie man durch wiederholtes Sehen in die 
Sonne eine Beihe (bis fünfzehn) gleichzeitiger, theils positiver, theils 
negativer, theils durch „Mischung“ erklärbarer Nachbilder hervorrufen kann. 
Max Meyer (Columbia, Missouri). 
M. B. Bourdon. La distinction locale des sensations correspondantes des deux 
yeux. Bull, de la soc. scient, et méd. de Vouest 9 (1), 1—20. 1900. 
Verf. untersuchte die Frage, ob es möglich sei, rechtsäugige Wahr¬ 
nehmungen von linksäugigen zu unterscheiden. Er kommt in dieser Frage 
zu einem positiven Ergebnifs, doch erscheint dem Bef. dieses der Technik 
der Versuchsanordnung wegen nicht hinreichend gesichert. Den Grund 
für die Möglichkeit der Unterscheidung sucht B. in Muskelempfindungen, 
ohne indes diesbezügliche Versuche mitzutheilen. Auch dieser Punkt be¬ 
dürfte noch weiterer Untersuchung. Heine (Breslau). 
Baymond Dodge and T. S. Cline. The Angle Velocity of Eye Movements. 
Psychol. Review 8 (2), 145—157. 1901. 
Die Bestimmung der Geschwindigkeit von Augenbewegungen ist 
wichtig für das Verständnifs der psychologischen und physiologischen 
Processe beim Lesen. Dodge und Cline haben die Winkelgeschwindigkeit 
des Auges vermittelst einer neuen Methode gemessen. Sie liefsen einen 
Lichtstrahl von der Cornea auf eine photographische Platte refleetiren. 
Die Platte wurde senkrecht bewegt, so dafs Augenbewegungen eine Kurve 
auf der Platte beschrieben. Die Durchschnittszeit von Lesebewegungen 
nach rechts war 22,9 a für Winkel von 2° bis 7°. Die Durchschnittszeit 
von Lesebewegungen nach links war 40,7 g für Winkel von 12° bis 14°. 
Max Meyer (Columbia, Missouri).
        

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