Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
E. Dürr: Ueber die stroboskopischen Erscheinungen. (Experimentelle Untersuchung aus dem psychologischen Institut der Universität Würzburg.) Phil. Stud. 15 (4), 501-523. 1900
Person:
Wirth
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit31803/1/
L i ter a t u rberich t. 
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2. Der von einer paraffinösen Lösung eines chemisch reinen Riech¬ 
stoffes getränkte Cylinder befindet sich in einer Metallkapsel, die noch für 
weitere 35 cbcm der Lösung Raum läfst, so dafs der Cylinder bei etwTaigem 
Verluste an Riechstoff und Lösungsmittel immer von Neuem imbibirt wird. 
3. Cylinder und Innenrohr werden nicht wie früher in horizontaler, 
sondern „in verticaler oder mehr vornübergeneigter“ Richtung gegeneinander 
verschoben. Len Hauptvortheil dieser Anordnung sieht der Verf. darin, 
dafs das Innenrohr, weil es nicht gebogen zu sein braucht, leichter als 
früher gereinigt wTerden kann. Aufserdem wird die Handhabung des 
Appaiates erleichtert, obwTohl sich für die Resultate der Messung hieraus 
keine Unterschiede ergeben. Las Ganze verschliefst Z. beim Nichtgebrauch 
mit einem Glasstöpsel, um ein etwaiges Entweichen von Riechstoff zu 
verhüten. 
4. Zur qualitativen Messung des Geruchssinns wurden bei den neu 
angestellten Versuchen „fünf derartige Magazincylinder auf gemeinschaft¬ 
licher Fufsplatte neben einander gestellt.“ Jeder Cylinder war von einem 
1/2 cm hohen Metallrand umgeben, der im Inneren noch mit einer von 
einer durchlöcherten und geringelten Metalllamelle bedeckten dünnen 
Schicht entfetteter Watte ausgestattet war, um durch ein event. Lurchsickern 
der Lösung bei starkem Temperaturwechsel keine Versuchsstörung herbei¬ 
zuführen. „Lie Cylinder brauchen nicht vom Innenrohr entfernt zu werden 
weder wTährend der Messungen noch behufs der Reinigung. Alles bleibt 
an Ort und Stelle, so dafs eine Verwechselung der Cylinder von selbst 
ausgeschlossen ist.“ 
Liese Cylinder zeigten die folgenden Olfactienwerthe : 
„1. Vanillincylinder 1 : 1000 Glycerin 10 cm — 35 Olfaetien. 
2. Skatolcylinder 1 : 1000 Paraffin 10 cm = 100 Olfaetien. 
3. Aethylbisulfidcylinder 1 : 10 000 Paraffin 10 cm = 5500 Olfaetien. 
4. Nitrobenzolcylinder 1 : 20 Paraffin 10 cm = 14 000 Olfaetien. 
5. Borneol 1 : 100 Natripmsalicylatlösung 10 cm = sehr hohem, bis 
jetzt noch nicht genau bestimmtem Werth.“ Kiesow (Turin). 
E. Luke. Ueber die stroboskopischen Erscheinungen. (Experimentelle Unter¬ 
suchung aus dem psychologischen Institut der Universität Würzburg.) Phil. 
Stud. 15 (4), 501—523. 1900. 
Lie Theorie des TALBOï’schen Gesetzes von K. Marbe, wTonach die 
günstigsten Verschmelzungsbedingungen bei der gröfstmögiiehen Aehnlich- 
keit der einzelnen „charakteristischen Effectengruppen“ vorhanden sind, 
wfird mit der neuen Beobachtung in Uebereinstimmung gefunden, dafs die 
Seetorencombination 3 • (60° Schwarz + 60° Weifs) leichter zum mittleren 
Grau verschmilzt als 2 • (60° Schwarz + 60° mittl. Grau -f 60° Weifs). Lie 
stroboskopischen Erscheinungen ruhender Gegenstände werden sodann 
mit Marbe ausschliefslich als Ausdruck des TALBOT’schen Gesetzes anerkannt 
und ihre günstigsten Verschmelzungsbedingungen ebenfalls mit jener Theorie 
m Uebereinstimmung gefunden. Bei stroboskopischen Bildern von Be¬ 
wegungsvorgängen soll ebenfalls der Ablauf der peripheren Erregung
        

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