Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
K. v. Brudzewski: Wo ist der wirkliche Brennpunkt einer Linse? Klinische Monatsbl. f. Augenheilk. 38, 671-676. 1900
Person:
Abelsdorff
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit31679/1/
Literaturbericht 
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schrieben, hieran reiht sieh die Schilderung seines Stammes» der Verände¬ 
rungen» welche Scheiden und Stamm, beim Eintritt in den. Augapfel er¬ 
fahren, and schliefslieh der Lymphräume des Sehnerven. Der Bau der 
Netzhaut wird nach ihren regionären histologischen Unterschieden be 
sprachen. 
Die Hervorhebung von charakteristischen Uebereinstimmungen reap. 
Unterschieden in vergleichend anatomischer Hinsicht trägt wesentlich zu 
einem tieferen Einblick in den histologischen Ban des Opticus und der 
Retina bei. Dafa es sich bei der Bearbeitung des gesammten Stoffes um 
eine 'Neubearbeitung im besten Sinne des Wortes handelt» zeigt neben 
vielem Anderen di© Behandlung eines auch gerade den physiologischen 
Forscher besonders interessirenden Problems: des Zusammenhanges der 
lichtpercipirenden Elemente mit den Nerven. Auf Grund der Ergebnisse 
der Untersuchungen der letzten Jahre wird bei den einzelnen Schichten 
der Netzhaut diese Frage ganz besonders berücksichtigt und der lückenlose 
Zusammenhang des Bmnesepithela der Retina mit den Opticusfasern Har- 
gelegt Abblstoiw (Berlin). 
A. Emctoio. Pitheligiich® Aaatomie des Setaermeiatrittes. Mikrophoto¬ 
graphie von O. Zoth. Augenärxtliche Unterrichtstafdn, herausgegeben von 
H. Maoktjs. Breslau, Kern» 1900. 16 S. 
Verf. hat bereite eine Anzahl Tafeln: „Normale Anatomie des Seh¬ 
nerveneintrittes** herausgegeben, an welch© eich die vorliegenden an* 
schliefeen. Die in 26 fâcher Vergröfserung nach den Präparaten auf ge¬ 
nommenen Mikrophotographien sind in Lichtdruck reproducirt Es ist hier 
nicht das Ophthalmoskop lache und das anatomische Bild desselben Seh¬ 
nerven neben einander gestellt worden, wie bei den Tafeln über den nor¬ 
malen Sehnerveneintritt» sondern nur das pathologisch-anatomisch© Bild 
wiedergegeben» da bereite zahlreiche gute ophthalmoskopische Atlanten 
existiren. Die Darstellungen umfassen folgende Krankheiten: Sehnerven- 
atrophle bei Tabes doreualis und Sklerosis disseminata, Stauungspupille in 
verschiedenen Stadien, Secundärglankom nach Thrombose der Vena cen¬ 
tralis nervi optici und nach Bornhautetapbyiom, Glaukoma absolutem, 
Amotio retinae. Als Ersatz und zur Erläuterung mikroskopischer Präparate 
beim, Unterricht dürften die Tafeln Vielen sehr willkommen sein» zumal, 
ihre Ausführung eine recht gute ist. Groenoüw (Breslau). 
K. v. Brudzbwski. Wo I«t 1er wirklich® Bmainkt ®li«r Liuet Klinmhc 
Monatsbl. f. Augadmlk. 88, 671—676. 1900. 
Bei gewöhnlichen. Linsen kommt für die Bilderzeugung hauptsächlich, 
die Brennweite der Axenstrahlen in Betracht; die Ursache hiervon liegt 
in der Art der Zerstreuungskreise d. h. der Form der Brennfläche. Da also 
die Brennweite dieser Linsen, praktisch mit derjenigen der Axenstrahlen 
xusammenfällt, findet durch Abblendung der peripherischen Strahlen keine 
Verlagerung des Brennpunktes statt. 
Stellt man jedoch vor eine brechende gekrümmte aplanatiscbe Fläche 
eine Blende mit kleiner Oeffnung, so kann, sich der Einflufs derselben in 
der Weise geltend machen, dafs die Schärfe des Bildes gestört wird, indem
        

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