Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
H. O Cook: Fluctuation of the Attention to Musical Tones. American Journ. of Psychology 11 (1), 119-123. 1899
Person:
Offner
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit31656/1/
Litera turbericht. 
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schätznng, wie ja schon aus den Beobachtungen bei mehr punktuellen 
Bruckreizen zu erwarten ist, für Längen darüber bis 10 cm die auch sonst 
bekannte Unterschätzung gegenüber dem Optischen : Beides durch Auswahl 
aus einer gezeichneten Linienserie in horizontaler Lage nach Oeffnung des 
Auges festgestellt. Zunahme des Druckes insbesondere zwischen 30 und 
55 gr, her gestellt durch das Gewichtsästfaesiometer von Jastrow, ergab Ver¬ 
minderung der Fehlschfttzung (von Wtodt bereits 1866 ausgesprochen). Er¬ 
wärmung über die Eigentemperatur der Haut hinaus bis 60® C. ergab Ver¬ 
minderung der Unterschätzungen und Zunahme der Ueberschätzungen, und 
im Ganzen anch Verminderung der Fehlschätzungen, und zwar mit etwas 
regehnäfsigeren Resultaten als bei Druckänderungen (ähnliche Resultate für 
Kälte gegenüber Wärme Klug 1876, und Goldschbidbb 1885). Die Ursachen 
dieser specielleren Beeinflussungen sind wahrscheinlich, wenn auch Vor ff, 
hierüber nichts bemerken, die gröfsere Bestimmtheit der Sensation, die 
psychische Unterstützung durch die hinzukommende neue Qualität der 
Wärme, die auch an sich mehr die Aufmerksamkeit beschäftigt, und die 
auch schon physiologisch erzielte gröfsere Deutlichkeit und Dauer der Ein¬ 
drücke (letztere auch von Verff. bemerkt). Um die starke Streuung der 
Urtheile etwas herabzusetzen, würde Anwendung eines vorausgehenden 
Signals und Hinzusetzen von Sicherheitsgraden beim Urtheilen zweckmäfsig 
sein. Auch würde es überaus zweckentsprechend sein, derartige Versuche 
vom Standpunkte der innerlich zu beobachtenden Aufmerksamkeitsverhtlt- 
nisse zu behandeln (mehrfache Wiederholung desselben Reizes, Gruppirung 
nach Sicherheitsgraden, und weitere Aussagen). Gerade diese Seite des 
Gegenstandes ist ja bei Fehlschätzungen überhaupt, abgesehen von ihren 
peripheren physiologischen Vorbedingungen, noch bei weitem nicht hin¬ 
reichend verfolgt. Mentz (Leipzig). 
H. O. Cook. Flactoation Of the Attention to Statical Tonet. American Jowm. 
of Psychology 11 (1), 119-12& 1899. 
Gegenüber der im „Anzeiger der Akademie der Wissenschaften in Krakauu 
Nov. 1898 von W. Heinrich mitgetheilten Beobachtung, dafs bei ebenmerk¬ 
lichen Tönen keine lntensitätssch wankungen stattfänden, bestätigt der Verf. 
auf Grund eigens angestellter Versuche an discreten und continuîrlichen 
Tönen mit Hülfe von Politzrb’s Acumeter, Stimmgabeln und angeblasenen 
Flaschen die Ergebnisse der früheren Untersuchungen über die Schwankung 
der Aufmerksamkeit, die wir Eckenir, N. Lange, Lehmann, Münstbrberg und 
Anderen verdanken. Offner (München). 
G. T. W. Patrick. 8ome Peenliarttles of the Secondary Personality. Psych. 
Rev. 5 (6), 555- 678. 1898. 
Bei Beschäftigung der Aufmerksamkeit durch anregende Lectüre und 
automatischem Schreiben als Antwort auf gestellte Fragen (bei Suggestion 
„guten Schreiberfolges“) ergaben sich bei einer normalen Person (Student, 
Eltern vom Lande) folgende Züge für die Nebenströmungen: Ein Datum 
eines älteren Eindruckes ergab zusammen mit Art und Reihenfolge der 
suggerirenden Fragestellungen einen derartigen Ablauf von Aussagen, dafs
        

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