Bauhaus-Universität Weimar

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Ewald Hering. 
dieses Grundes entweder gar keine merkliche oder dock nur 
eine äufserst geringfügige Beimischung. Je kleiner das Feld 
ist, je schärfer es sich von seinem Grunde absetzt, und je 
gleichmäfsiger die entsprechende Stelle des dem andern Auge 
sichtbaren Grundes ist, desto weniger leidet die Farbe des 
kleinen Feldes. Bei längerer Fixierung kann freilich, wie bekannt, 
vorübergehend die Farbe des dem andern Auge erscheinenden 
Grundes die des kleinen Feldes mehr oder weniger vordrängen 
oder vorübergehend ganz übertönen; dies kann aber unsern 
Versuch nicht beeinträchtigen, weil es sich bei demselben nur 
um kurz dauernde Fixierungen handeln darf. Denn bei an¬ 
haltendem Fixieren verlischt die Kontrastfarbe und schliefslich 
überzieht sich das kleine Feld sogar mit der Farbe des Grundes 
(simultane Farbeninduktion). 
Ich habe bei Beschreibung des Versuches keine Rücksicht 
auf den sogenannten binokularen Kontrast genommen, weil der¬ 
selbe hier gar nicht ins Gewicht fällt.1 
1,1 Ein zur Anstellung des Hauptversuchs und der Kontrollversuclie 
zweckmäfsig zusammengestellter Apparat ist vom Universitäts-Mechaniker 
R. Rothe (Prag, Deutsches physiologisches Institut) zu beziehen.
        

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