Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
V. Henri: Le calcul des probabilités en psychologie. Ann. psychol. II. S. 466-500. 1896
Person:
Meyer, Max
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit30944/1/
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Litter aturbericht. 
je niedriger die betreffende Stufe ist. Unter den Menschenrassen ist die 
schwarze der weifsen darin beträchtlich überlegen; der Neger ist unter 
sonst gleichen Umständen der „boxer par excellence“. Eine Bestätigung 
dieser seiner Ansichten meint Bache in den Ergebnissen von Beaktions- 
versuchen zu finden, die Prof. Lightner-Witmer auf seine Veranlassung an 
Individuen der weifsen, der roten und der schwarzen Basse vorgenommen 
hat; es zeigten nämlich, wie die mitgeteilten Versuchstabellen lehren, 
die Vertreter der kaukasischen Basse bei weitem die längsten Beaktions- 
zeiten. Witasek (G-raz). 
A. Kreidl. Ein weiterer Versuch über das angebliche Hören eines 
Glockenzeichens durch die Fische, Pflügers Arch. f. d. ges. Physiol. 
Bd. 63. S. 581—586. 1896. 
Nachdem Verfasser in seiner Untersuchung „Über die Perzeption 
von Schallwellen bei den Fischen“. Pflügers Arch. Bd. 61. S. 450 ff., fest¬ 
gestellt, dafs Fische nicht hören, war es wünschenswert, die bekannten 
Erzählungen, nach welchen Fische auf ein Glockenzeichen zum Futter¬ 
platz kommen sollen, auf ihre Wahrheit zu prüfen. Verfasser führte 
zu diesem Zwecke an einer besonders geeigneten Lokalität eine Anzahl 
von Versuchen aus, aus denen unzweifelhaft hervorgeht, dafs die Fische 
nicht durch das Läuten, sondern durch den Anblick des Fütterers und 
des Futterkastens herbeigelockt werden, wobei auch die Steigerung der 
Aufmerksamkeit durch den Hunger in Betracht kommen dürfte. 
Schaefer (Bostock). 
V. Henri. Le calcul des probabilités en psychologie. Ann. psychol. II. 
S. 466—500. 1896. 
Die Abhandlung enthält aufser den für psychologische Zwecke 
wichtigsten Formeln der Wahrscheinlichkeitsrechnung und einer Be¬ 
sprechung der bei dieser gemachten Voraussetzungen einige interessante 
Bemerkungen. Bei Bertrand findet sich die Behauptung: Wenn man 
jeden einzelnen Soldaten eines sehr grofsen Heeres aufforderte, irgend 
eine Zahl zu nennen, die kleiner ist als 7, so würde man auf jede Zahl 
von 1 bis 6 ein Sechstel der Gesamtzahl der Fälle erhalten. Henri 
meint — und wohl mit Becht —, dafs man bei Ausführung dieses Ver¬ 
suches ein ganz anderes Ergebnis erhalten würde. Ein Taschenspieler 
hatte im Laboratorium der Sorbonne erzählt, dafs die Leute, wenn sie 
eine Zahl unter 10 nennen sollten, in der Mehrzahl der Fälle 7 nannten1 
worauf eines seiner Kunststücke infolgedessen berechnet war. Versuche, 
die darauf von Binet angestellt wurden, zeigten, dafs in der That mehr 
als die Hälfte der Gefragten 7 nannten; die anderen wählten 3, 5 und 8. 
Man sieht daraus, dafs hier die einzelnen Fälle 1 bis 9 keineswegs „gleich 
möglich“ sind, dafs also auch die Begeln der Wahrscheinlichkeitsrechnung 
auf solche Fälle, wo unbekannte psychische Faktoren mitsprechen, nicht 
ohne weiteres angewandt werden dürfen. 
Die englische „Gesellschaft für psychische Forschung“ hat durch 
eine weitreichende Umfrage festgestellt, dafs halluzinatorisches Erblicken 
einer Person mit deren Tode in 1 von 43 Fällen zusammentrifft, während
        

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