Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
C. Herbst: Über die Regeneration von antennenähnlichen Organen an Stelle von Augen. I. Mitteilung. Arch. f. Entwickelungsmechanik. Bd. II. S. 544-558 u. Taf. XXXI. 1896
Person:
Braem
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit30859/1/
Litter atur bench t. 
Ill 
4. „Raphael Dubois’ Theorie der Sinnesempfindungen in ihrer Anwendung 
auf die dermatoptische Funktion.“ 5. „Die Bedeutung des lichtbrechenden 
Apparates in niederen Augenformen.“ Dient auf den untersten Stufen 
(Punktaugen) nicht zur Bildperzeption, sondern als lichtsammelnder 
Apparat. Bkaem (Breslau). 
C. Herbst. Über die Regeneration von antennenähnlichen Organen an 
Stelle von Angen. I. Mitteilung. Arch. f. Entwickelunysmechanilc. Bd. II. 
S. 544—558 u. Taf. XXXI. 1896. 
Abgeschnittene Augen der gemeinen Mittelmeergarneele (Palaemon) 
wurden, wenn überhaupt Regeneration eintrat, durch Organe ersetzt, die 
eine gewisse Ähnlichkeit mit einer der vorderen Antennen des Krebses 
erkennen liefsen. Die Organe waren nicht alle von gleichem Bau, es trat 
entweder ein kurzes hornförmiges Gebilde auf, welches mit langen, 
gegliederten Spürhaaren, wie sie auch auf den Antennen Vorkommen, 
besetzt war, oder auf diesem Horne erhob sich noch ein vielgliederiges 
Flagellum von beträchtlichen Dimensionen, welches direkt an einen Ast 
der Antenne erinnerte. In einem Falle schien die hornartige Bildung 
ganz unterdrückt zu sein und das Flagellum safs unmittelbar am Kopfe. 
Stets wurde das neue Organ vom Opticus innerviert. Ein Einflufs des 
Lichtes auf die Regeneration scheint sich darin zu zeigen, dafs von 
84 operierten und überlebenden Krebsen in der Helligkeit im G-anzen 
nur 4, also Vs, überhaupt regeneriert hatten und nur einer ein Flagellum 
gebildet hatte, während von 12 Tieren, die im Dunkeln gehalten waren, 
6 überhaupt und 2 ein Flagellum regeneriert hatten. In Anbetracht der 
geringen Zahl der Versuche glaubt jedoch der Verfasser die Begünstigung 
der Regeneration durch die Dunkelheit nicht mit Sicherheit behaupten 
zu können. Braem (Breslau). 
James E. Lough. A New Perimeter. Psychol. Rev. III. (3.) S. 282—285. 
1896. 
Da bei stabilem Fixationspunkt das Wandern des Objekts bei Peri¬ 
meteruntersuchungen den Vorwurf verschiedenartiger Beleuchtung mit 
sich führt, kann man dem entgehen, indem man umgekehrt den Fixations- 
punkt successiv wandern und das Objekt stabil läfst, was sich jedenfalls 
für Pigmentversuche als Nachprüfung empfiehlt. Zur Untersuchung der 
räumlichen Unterschiedsempfindlichkeit für Farben wird die Kombination 
einer ersten Scheibe mit radialem Schlitz und einer zweiten mit Archi¬ 
medischer Spirale als Öffnungen vorgeschlagen, die dann von rückwärts 
her mit verschiedenartigem Licht (Gelatineplatten) in verschiedener 
Distanz zu beleuchten ist. Das Perimeter selbst besteht aus einem Halb¬ 
zylinder und erlaubt deshalb keine vollkommen exakte Untersuchung 
der verschiedenen Meridiane des Auges. Bei alleiniger Verwendung von 
Gelatineplatten würde übrigens das gewöhnliche Perimeter und ein 
Dunkelzimmer mit entsprechenden Ergänzungen dieselben Vorteile ein 
die vom Verfasser vorgeschlagene Änderung in einen Halbzylinder bieten. 
P. Mentz (Leipzig).
        

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