Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
D. Mercier: La définition philosophique de la vie. 2e Édition. Louvain, Charpentier & Schoonjans. 1898. 74 S.
Person:
Schaefer
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit30703/1/
Litera turberich t. 
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dauer das Verhältnis der entsprechenden Stimmgabelelongationen einge¬ 
setzt wird. 
2. 3. Um Schwingungen von Stimmgabeln in kleinen Zeiträumen 
darzustellen, construirions die Verfasser einen einfachen Apparat, welcher 
im. Wesentlichen darin besteht, dafs eine in der Ruhe von der an einer 
schwingenden Stimmgabel angebrachten Schreibfeder etwas entfernte berufste 
Glasplatte durch Anschlägen einer Taste soweit gehoben wird, dafs letztere mit 
der Schreibfeder in leise Berührung kommt. Durch Abreifsen einer die Stimm¬ 
gabel zusammenpressenden Holzgabel wird erstere in maximale Schwingung 
versetzt. Drückt man in beliebigen Zeiträumen, z. B. Secunden, auf die 
Taste, so erhält man auf der Glasplatte die jeder Secundo entsprechend© 
Elongation der Stimmgabelzinken vom Beginne ihres Schwingungsmaxi- 
mumfl bis zum Ausklingen. Der Schwingungsmodus jeder Stimmgabel läfst 
sich in Form einer Curve darstellen, als deren Abscissen die in 100 gleiche 
Theil© zerlegte Zeitstrecke, als deren Ordinaten die zu jedem Zeitpunkt 
gehörigen Schwingungsweiten verwendet werden. Von der Stimmgabel I)% 
(36 Doppelschwingungen) ausgehend, ergaben die Curven eine nahezu 
völlige Uebereinstimmung, so dafs die Annahme berechtigt erscheint, das 
Gesetz, „nach welchem eine maximal erregte Stimmgabel bis zu ihrem Ver¬ 
klingen an Schwingungsweite nach und nach verliert“, sei für alle Gabeln 
aufserordentlich nahe das gleiche. Die dieses Gesetz zur Anschauung 
bringende Curve ist aber nicht Mob für die geprüften Gabeln, sondern für 
die gesammte Tonscala gültig und kann daher als Grundlage für die Be¬ 
stimmung des wirklichen Verhältnisses der Hörschftrfe des schwerhörigen 
zu der des normalen Ohres dienen. Wie weitere Betrachtungen lehren, ist 
die Hörempfindlichkeit für einen Ton umgekehrt proportional der diesen 
Ton erzeugenden Stimmgabelelongation zu setzen, „von welcher die Hör¬ 
schwelle des untersuchten Ohres gerade überschritten wird“. Die Verfasser 
geben in Form einer Tabelle für jede am kranken Ohr gefundene Hördauer 
von 1—100, w’obei die normale Hördauer — 100 gesetzt wird, die zugehörige 
Hörschlrfe an, entsprechend der in diesem Zeitmomente vorhandenen 
Elongationsgröfs ©der geprüften Stimmgabel. Die mittelst der angegebenen 
Werth© berechnete Hörempfindlichkeit kann als genauer Ausdruck des in 
jedem Falle vorhandenen Hörvermögens bezeichnet werden, während eine 
Messung nach der oben angegebenen HABTMXNN’schen Formel wohl die 
Einreihung der nach dem gleichen Modus berechneten Fälle gestattet, 
jedoch ein „ganz verzerrtes Bild von dem wirklichen Grad des der Norm 
gegenüber vorliegenden Hördefects“ ergiebt. Theodor Heller (Wien). 
D. Mercier. La, définition philosophique di la 'fl®, 2 e Édition. Louvain, 
Charpentier & Schoonjans. 1898. 74 S. 
Trotzdem die Broschüre schon in der zweiten Auflage vorliegt, dürfte 
sie weder dem Biologen noch dem Philosophen von Fach viel Neues bringen. 
Verf. wirft zunächst die Frage auf, was das Leben sei, und beantwortet sie 
dahin, dafs es die Summe der den Leb©'wesen eigenen Functionen ist. Um 
diese Definition wissenschaftlich zu vertiefen, sind die Begriffe : Lebewesen 
und Lebensfnnctionen genauer zu formuliren. Zu diesem Zwecke werden 
Bau und Wesen der einzelligen Organismen und deren fortschreitende Ent-
        

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