Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die erkenntnißtheoretische Stellung des Psychologen: Zugleich ein Beitrag zur Begründung der realistischen Denkweise als einzig möglicher
Person:
Weinmann, Rud.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit30442/1/
Die erkenntnifstheoretische Stellung des Psychologen. 
Zugleich ein Beitrag zur Begründung 
der realistischen Denkweise als einzig möglicher. 
Von 
Rud. Weikmann. 
Viel Selbstverständliches wird zu sagen sein bei einer Er¬ 
örterung des erkenntnifstheoretischen Standpunktes, den wir 
nothwendig einnehmen, sobald wir Psychologie treiben. Aber 
gerade das Selbstverständliche wird leicht übersehen. In unserem 
speziellen Falle begegnet man im Bereich der neuesten philo¬ 
sophischen Literatur noch dazu Ansichten, die ihm direct zu¬ 
widerlaufen a. 
Darum das Folgende, das — so allzu plausibel es Manchem 
scheinen mag — die Berechtigung ausdrücklicher Constatirung 
darin finden möchte, dafs es implicite Anerkanntes zu begründen 
und festzulegen sucht und zugleich verschiedenen, unser ge¬ 
sundes Denken mehr und mehr bedrohenden erkenntnifstheore¬ 
tischen Positionen eritgegentritt. 
Ein paar allgemeine Betrachtungen seien vorausgeschickt. 
Mit stolzer Ueberlegenheit blickt der moderne Philosoph auf 
die „Ausschweifungen der Speculation1 11 eines Hegel, Schelling 
1 Ausgangspunkte — in negativem Sinne — für meine Auseinander¬ 
setzungen sind die erkenntnifstheoretischen Anschauungen, wie sie in 
erster Linie von Schuppe, Schubert - Soldern , Kaufmann, Mach, Rehmke; 
Leclaib, Laas, Cornelius, Avenarius vertreten werden und namentlich in 
der „Zeitschrift für immanente Philosophie“ und in der „ Vierteljahrsschrift 
für wissenschaftliche Philosophie“ ihre Heimstätte gefunden haben. 
Entgegengetreten ist dieser ganzen Richtung erst kürzlich Wundt, 
Philos. Studien Bd. 12 u. 13, „Ueber naiven und kritischen Realismus“. — 
Im vorhinein möchte ich auch auf eine eigene kleine Abhandlung „Wirk¬ 
lichkeitsstandpunkt“, Vofs 1896, verweisen. —
        

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