Bauhaus-Universität Weimar

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ÎÀtteraturberkht 
Tabelle auf Seite 7 ist ein störender Druckfehler stehen geblieben; es 
soll nämlich statt + l°,ß2 + 1°,32 heißen. . Witaset (Graz). 
LiAbkault. Das Wachen, ein aktiver Seelensnstand. — Der Schlaf, ein 
passiver Seelensnstand. — Physiologische passive Znst&nde, bezw. 
{pathologische, welche dem Schlaf analog sind. — Suggestion. Zeitschr. 
f. Hypnot. HI. 1—3. 
Wachen ist derjenige aktive Seelenzustand, in welchem der gesunde 
Mensch sich befindet, wenn er sich in Beziehung setzt zu sich und der 
Außenwelt. Er bestrebt sich, seine Sinnesnerven in den Bereich der sie 
direkt treffenden Beize zu bringen und deren Eindrücke im Gehirn zu 
empfangen. Die Basis des aktiven Wachzustandes ist di© Aufmerksam¬ 
keit. Die Spontanaufmerksamkeit befindet sieb in beständiger Erwartung 
und Bereitschaft, Sinneseindrücke aufzunehmen. Sie bethätigt sich haupt¬ 
sächlich auf dem vegetativen Gebiete, im Gegensatz zur reflektierenden 
Aufmerksamkeit, die mehr auf dem Gebiete des animalen Lebens thätig 
ist, welche bewußter ist als die eiste. Sie fördert mehr die höheren 
geistigen Thätigkeiten, das Vergleichen, Urteilen, Schliefsen. Bei letz¬ 
terer Bethätigung mufs dann die Willenskraft helfend eingreifen. Dem 
Willen verdankt der Mensch die Fähigkeit, die Motiv© sein,es Handelns 
zu wägen und je nach der Wahl zu handeln, d. h. Gehirn und Sinnes¬ 
organe auf beliebige Objekte zu richten. — Aber auch auf dem Haupt- 
sohauplatz der Spontanaufmerksamkeit, im vegetativen Leben, findet die 
zerebrale Bewußtseins- und Willensfreiheit ihr Echo. L. zweifelt nicht, 
dafs auch in den Zentren des vegetativen Systems (Respiration, Zirku¬ 
lation, Peristaltik etc.) spontane und reflektierende Aufmerksamkeit und 
auch eine Art Will© platzgreift, wacht und herrscht! — Ermüdet der 
Mensch infolge erhöhter Arbeitsleistung, so hat er das Bedürfnis, die 
Bewegungen des Gehirns und Körpers zu verlangsamen. Er isoliert 
sich von allem, was Gehirn und Sinne reizen könnte, konzentriert seine 
Aufmerksamkeit auf die Schlafvorstellung. Der Mensch schläft, nur 
das vegetative Leben wacht. Der künstliche Schlaf ist analog, nur 
fehlt ihm die vorhergehende Müdigkeit. Der natürliche Schlaf ist 
suggestiv in seinem Ursprung, Ist die Konsequenz der Schlafvorstellung. — 
Der Wachzustand ist „eine Thätigkeitsäufserung der Aufmerksamkeit 
und des Willens zum Zwecke der Bildung, beziehentlich Wiederauf¬ 
frischung von Vorstellungen, Vergleichungen und Schlüssen." Der 
Schlaf ist „eine Folgeerscheinung der mehr oder minder vollkommenen 
Hemmung der Denkthätigkeit im Wachen." — Umpfbnbach (Bonn). 
Fokbl. nochmals das Bewußtsein. Zeitsehr, f. Hypnot. III. 3. 
F. kommt nochmals auf sein Unterbewufstsein — das Bewußtsein 
bei scheinbar imbewußten Vorgängen — zurück und will dafür den 
induktiven Beweis beibringen. Somnambulen mit Doppelbewußtsein 
haben im ersten und zweiten Zustand Bewußtsein, wissen aber im 
ersten Zustand nichts vom zweiten, und umgekehrt. Für die Dr außen¬ 
stehenden sind aber beide Zustände als bewußt anzusehem Ähnlich ist
        

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