Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dugas: Recherches expérimentelles sur les différents types d'images. Rev. philos. Bd. 39. S. 285-292. März 1895
Person:
Giessler, M.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit30025/1/
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Litter aturbericht. 
Als zweites Stadium betrachtet Verfasser sodann die teils negativ durch 
Hemmung in der derzeitigen psychischen und physischen Sphäre, teils positiv 
durch Erzeugung anderweitigen, der angestrebten Reproduktion dienlichen 
psychischen Inhalts zu stände kommende Verstärkung und Spezialisierung 
des Motivs. In dem dritten Stadium endlich, dem der „lokalisierenden 
Bezugnahme auf den Gesamtverlauf der Bewufstseinszustände“ werden 
durch sog. gefühlsmäfsige Prüfung die Beziehungen festgestellt zwischen 
der das Motiv spezialisierenden Gruppe von psychischen Elementen und 
den Residuen der vorangegangenen Bewusstseinsinhalte einerseits, der 
Gesamthandlung andererseits. Es findet eine apperzeptive Einreihung 
statt, die bis zum Höhepunkt des Affekts gesteigerten Hemmungs- und 
Erregungserscheinungen schwinden, und die Aufmerksamkeit, die bisher 
ausschliefslich auf den Reproduktionsvorgang gerichtet war, geht zu 
anderen Dingen über. A. Pilzecker (Göttingen). 
C. L. Herrick. Notes of child experiences. Journ. of Comparât, neurolog. 
Vol. V. S. 119—123. 1895. 
"Wie bekanntlich manche Menschen beim Hören von Tönen oder 
beim Auftauchen gewisser Begriffe Farbenwahrnehmungen haben, so 
beobachtete Verfasser einen Knaben, der bei dem Operieren mit be¬ 
stimmten Ziffern Gestalten, einen Zwerg, einen Soldaten, einen alten 
Mann, u. s. w. erblickte. Das Lösen arithmetischer Aufgaben war von 
. einem Durcheinander dieser Bilder, einer Schlacht ähnelnd, begleitet. 
Verfasser betont , im Anschlufs hieran die Neigung des kindlichen Alters, 
Gegenstände und Begriffe zu personifizieren, und die besondere Disposition 
der Jugend zu Gesichtshalluzinationen. Schaefer (Rostock). 
Dugas. Recherches expérimentelles sur les différents types d’images. 
Lev. pliilos. Bd. 39. S. 285—292. (März 1895.) 
Es kam D. darauf an, festzustellen, welche Phantasiebilder das 
Vernehmen ein und desselben Wortes bei den verschiedenen Geistern 
hervorruft. Beim Vernehmen des Wortes „glouglou“ zauberte die 
Phantasiethätigkeit der einen Versuchsperson das Bild einer Flasche vor 
und ein unbestimmtes Geräusch, eine andere Versuchsperson glaubte nur 
ein Geräusch zu hören, andere Versuchspersonen hatten nur Gesichts¬ 
bilder: bald eine Hand, welche den Hals einer Flasche umstülpt, bald 
ein Glas, welches geleert wird, bald eine grüne Flasche. Im allgemeinen 
ist zu bemerken, dafs, wenn man das Gedächtnis für eine Sinnes¬ 
empfindung, welche dem Gebiete des Geschmacks, Geruchs, Gefühlssinns, 
Temperatursinns, Muskelsinns und Tastsinns angehört, wachzurufen 
versucht, das Erinnerungsbild selten dem betreffenden Sinnesgebiete 
selbst angehört, meist dem Gebiete des Gesichts- und Gehörsinns. Der 
Geist wählt sich diejenigen Bildertypen aus, welche seiner Natur am 
meisten entsprechen. Also bei der Phantasiethätigkeit kommen die 
affektiven Sinne gegenüber den repräsentativen fast gar nicht in Betracht, 
und unter den repräsentativen wird dem optischen vor dem akustischen
        

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