Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
G. Trumbull Ladd: Direct Control of the Retinal Field. Psychol. Rev. I, 4. S. 351-355. 1894
Person:
Witasek
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29856/1/
Littemturbericht. 
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Patienten die Linse nebst unverletzter Kapsel aus dem Auge geschleudert 
wird. Gewöhnlich zeigt dabei die Linse ihre steile flache Form ; gelegent¬ 
lich bemerkte Verfasser aber, dafs bei Verflüssigung der Corticalis t die 
mit unversehrter Kapsel aus dem Auge geworfene Linse die runde Form 
zeigte, welche man bei jugendlichen Individuen post mortem vorfindet. 
Da nun eine verflüssigte Corticalis eine besondere Elastizität nicht haben 
kann, erklärt sich die Thatsacbe lediglich aus der Elastizität der Linsen¬ 
kapsel, und es ist ja auch begreiflich, dafs eine in sich geschlossene und 
mit weichem Inhalt angefüllte elastische Membran naturgemäfs die 
Kugelgestalt annehmen mufs, wenn sie nicht durch einen Gegenzug 
daran verhindert wird. Aus der gröfseren Dicke der vorderen Kapsel 
erklärt sich dann auch ihre stärkere Wölbung bei der Akkommodation. 
Die bei der Akkommodation nachweisbare Form Veränderung der 
Linse wird gewöhnlich darauf bezogen, dafs die Linsen Substanz bestrebt 
sei, sich der Kugelgestalt anzunähern, doch hält Verfasser auf Grund 
obiger Beobachtung die Elastizität der Linsenkapsel für ausreichend, 
während die Linse selbst dabei wohl mehr eine passive Bolle spielt. 
Solange die Linse jugendlich und weich ist und einer Form¬ 
veränderung nur wenig Widerstand leistet, über wiegt die Elastizität der 
Kapsel; wenn aber die Linse allmählich härter wird, setzt sie der Kapsel 
einen mehr und mehr wachsenden Widerstand entgegen. Kommt es 
dann bei Cataracta zu Verflüssigung der Corticalis, so überwiegt wieder 
die Elastizität der Kapsel, und sie nähert sich der Kugelgestalt, sobald 
sie nicht mehr durch die Zonula gespannt erhalten wird. 
B. Greeff (Berlin). 
C. Schwbiooer. Vorlesungen über den Gebranch des Augenspiegels, als 
ein Lehrbuch der Ophthalmoskopie für Studierende und Ärzte bear¬ 
beitet und erweitert von B. Greeff. VIH und 161 S. Wiesbaden. 
J. F. Bergmann, 1895. 
Vor 30 Jahren an der Klinik von v. Graefe gehaltene Vorlesungen 
Schweigers hat der Bearbeiter bis auf den heutigen Standpunkt fort¬ 
geführt. Es sind also namentlich die neueren Augenspiegel und andere 
B[ülfsapparäte, die Methoden der objektiven Befraktionsmessung, darunter 
auch die Skiaskopie, hinzugekommen, die klar und gründlich erörtert 
werden. Eine Schilderung des so überaus vielgestaltigen normalen Augen¬ 
spiegelbildes, sowie der Krankheitsbilder mit anatomischen Erklärungen, 
vielen Skizzen und Abbildungen hat ebenfalls Greeff hinzugefügt. Da 
die Vorlesungen mit einer elementaren Spiegel- und Linsenlehre be¬ 
ginnen, bildet das Ganze ein systematisches Lehrbuch der Ophthalmo¬ 
skopie, in dem nichts, was für die Praxis von Bedeutung ist, fehlt. 
Cl. Du Bois-Beymonu. 
G. Trumbull Ladd. Direct Control of the Retinal Field. Psychol Rev- 
US. 351-355. (1894.) 
Der Verfasser hatte vor einigen Jahren die Beobachtung gemacht, 
dafs er eine gewisse willkürliche Gewalt über Form und Farbe des 
Eigenlichtes bei geschlossenen Augen besitze. Um der Sache näher 
nachzugehen, besonders, um zu sehen, ob diese Fähigkeit eine allgemeine
        

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