Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über die Lokalisation von Schallreizen, Erste Mitteilung: Der Einfluß der Intensität auf die Tiefenlokalisation
Person:
Arps, George F. Otto Klemm
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit2957/1/
Untersuchungen über die Lokalisation von 
Schallreizen. 
Erste Mitteilung: 
Der Einfluß der Intensität auf die Tiefenlokalisation1). 
Von 
G. F. Arps und O. Klemm. 
i. Einleitung. 
Die folgende Arbeit ging von der Bemerkung Schäfers2) aus, 
daß es noch sehr an genaueren Untersuchungen darüber fehle, in 
welcher Weise Änderungen der Intensität einer Schallquelle die Tiefen¬ 
lokalisation beeinflussen. Ohne Zweifel sind Intensitätsunterschiede 
des Schalls an der Auffassung von Entfernungsunterschieden der 
Schallquelle in irgendwelcher Weise beteiligt. Es besteht ein asso¬ 
ziativer Zusammenhang zwischen den Änderungen der Intensität und 
denen der Entfernung; möglicherweise aber existiert daneben ein 
primäres Merkmal der Tiefe. Man könnte wohl vermuten, daß die 
Schallstärke für die akustische Tiefenlokalisation eine analoge Bedeu¬ 
tung habe wie etwa auf dem Gebiete der Gesichtswahrnehmungen die 
Größe des Netzhautbildes; beide sind nur verwertbar, solange es sich 
um »denselben« oder um einen schlechthin »bekannten« Gegenstand 
handelt. In das feste Gerüst des optischen Raumes gehen daneben 
aber echte primäre Tiefenmerkmale ein, wie etwa die Konvergenz- 
*) Die in dieser ersten Mitteilung zusammengefaßten Versuche sind von uns im Winter 
1907/08 im psychologischen Institut der Universität Leipzig ausgeführt und verarbeitet 
worden. Da die von uns erwartete Gelegenheit einer gemeinsamen Weiterführung 
sich nicht bot, veröffentlichen wir jetzt unsere bisherigen Ermittellungen über dieses 
eine Hilfsmittel der akustischen Tiefenauffassung, denen dann weitere Beiträge über 
verwandte Fragen folgen sollen. K. 
2) K. L. Schäfer, Der Gehörssinn, in Nagels Handbuch der Physiologie, in, 
1905, S. 579.
        

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