Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Illustrirtes Thierleben: eine allgemeine Kunde des Thierreichs. Sechster Band. Wirbellose Thiere
Person:
Brehm, Alfred Edmund
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29462/57/
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$eou dBafferfäfern, nufere fünfte gamilie, fdjlechtmeg als dB aff er; 
f a fer (HydropMlidae ober Palpicornia) bezeichnet, fommt gur Seoölferititg jener Sachen, in benen 
ftdj ©cßtmmmfäfer tummeln, ©S finb Kerfe, bie in ben Körperutitriffen ton ben oorigeu nicht 
abmeicheit, mohl aber in ber Gilbung ber üJJiunbtlfeile unb Wühler, fobaß fie in einem (Spfteme, 
meines gerabe auf biefe Steile ©emicht legt, unmöglich mit ben oor|erge^enben terbunben 
Serben fonnteit. ©ie l^ier^ev gehörigen Käfer ftimmen überein burd) baS nidjt auSgefdmittene 
Kinn, eine meift breite, lappeuförmige äußere Sabe ber Unterfiefer unb bereu feljr geftrecfte, 
fabenförmige Hafter, poeXd^e bie Säuge ber Wühler erreichen ober nod) übertreff,eu, meSIjalb man 
fie für biefe galten föunte, mai and) burdj ben Samen Palpicornia, „ißalpenhöntige" angebentet 
merben feilte. ©ie furzen Smhlerglieber, bereit erfteS geftredt ift, mährenb bie lebten eine burdj; 
brochene Keule bilben, fd^manfeit in ihrer 3Xuga^I gmißheu fedjS unb nenn, ebeufo ftnbeit in ber 
Stenge ber SBauchriitge (tier bis fieben) unb in ber SSilbung ber ©arfenglieber llnterfd^iebe ftatt 
©er pechfdfmarge KoIbeit;dBafferfäfer (Hydrophilus piceus) unb feine ©attuitgSgeuoffen, 
meldje fteß faft über bie gange ©rbe auSbreiten, btlbeit bie Siefen ber Familie unb in bem obaleit 
unten mehr ober meniger gefielten, oben 
giemlid) ftarf gemölbten Körper eine com; 
pacte, plumpe Staffe, mie fie tu biefer 
Storm unter ben Käfern nicht mieberfehrt 
©ie neuttglieberigeit Wühler beginnen mit 
einem gebogenen roftrothen ©ritnbgliebe 
unb fdiließeit mit ben tier lepten in einer 
braunen SSIätterfeuIe, bereu erfteG ©lieb 
gläitgt; ton beit brei folgenbeit matten 
gtihlerglieberit oerläitgerit fid) baS erfte 
unb gmeite nad) außen in einen Sft, 
mährenb ftd) baS eiförmige ©itbglieb 
gufpipt ®aS lebte ©lieb ber gleith; 
fads roftrothen Kiefertafter erfd)eint burep 
ein ißerfehen in nuferer §igur gmeitheilig. 
dBie bei ben ©itiScen oerbreitern [ich auc^ 
hier bie ©arfeit ber tier hinteren Seine 
ruberartig unb bemimpent ihre ^nneufeitc tnit fräftigeit paaren, baS erfte ©lieb ift nur fteiit 
unb erfdieint an ber Sußenfcite mie ein bloßem Sithängfel, mährenb baS gmeite ade anberen 
an Sänge übertrifft; hmrâr beruht ber eilte ©Ijarafter ^er Qßngen ©ippe. ®as> 9Sännd)en faitn 
man oom Skibcßeit leicht unterfd^eiben au bem breitgebrüeften, beilförmigen testen ©liebe ber 
Sorbertarfen. ©in gmeiter, hier fehr fdjöu ausgeprägter ©harafter ber @ippe befteht barin, baß 
Xafcfjenberg, toiïbeïïofe Spiere. (ïïreïjm, X^ieïïeben- VI.) 4 
Sam unb 2ßeib$en bom bedgdjtoarjen Selben = SBaffertäfer 
(Hydrophilus piceus).
        

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