Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Illustrirtes Thierleben: eine allgemeine Kunde des Thierreichs. Sechster Band. Wirbellose Thiere
Person:
Brehm, Alfred Edmund
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29462/439/
©etfteiîter fflof). 
419 
^rrm 
S er gemeine QUoïj (Pulex irritans). 
a SDie Dfierli^e. b Sie Äinnfcacfen al§ bie StedjaWarate. c Sie Safter ber Unter* 
Itype. d Siefe felbft. e Sie Safter ber furjen, nidjt fidjtfiaren Äinnlaben. f 2)ie 
Sam. g Sie Sßujtye. (SUïe giguren ftar! bergrô§ert.) 
Beherbergt. ÜDer bter aBgebilbete gemeine $toh (Pulex irritans) bet SJJtenfben iji ait 2Belt; 
Bürger htnreibënb Befannt «nb Befonbert bon reizbaren, embftnbliben Naturen gefürchtet* Oie 
3Jînnbt§eiïe ftnb in ihrer ©lieberung nebenftehenb aBgeBÜbet; et fei nur nob barauf aufmerffant 
gemalt, baf bie fiefertafter aut oier ©liebem Beftebeit, wâbrettb fie Bei anbern Strten Wieber 
anbert gebiïbet ftnb» 3m 2luguft unb ©eptember werben biefe Obiei'e Befonbert läfiig nnb in 
Warmen Säubern mehr nob ait 
in unfern gemäfigten Htntmelt; 
ftriben. (Sin Befruchtetet 2BeiB; 
c^en legt etwa $wölf, Oerhältnif; 
mäfig grofe, länglib obale (Sier 
gWifben bie 3ü|en ber Oielen, 
in ffaubige, fbntuhige (Seien» 
^Dergleichen Orutfiätten, Befon; 
bert in EinberftuBen, baBen bor 
Seiten gu bem ©tauben 2tntaf 
gegeben, bie $löbe entftänben 
aut ©ägefpänen unter ben SDielen, 
Wenn fie mit Jfparn Begoffen 
Würben» Oat Sütbtige Bei biefer 
©abe bleibt, baf ©tubenfebribt, 
ber an bieten Orten mit feuchten 
©ägefpänen, Welche man border 
gum ©brengen gegen ben ©taub 
anWenbete, gemengt ift, eine Befonbere Slngiebungtfraft für bie bon ©ierit geteilten Sßeibbeu 
autübt. 3m ©ommer genügen feb$ Oage, Wäbrenb bet Sßintert im gehegten Simmer bie 
bereite Seit/ um im (Si bie Saroe gur ©ntwicfelung gu Bringen» ©ie erfebeint alt fblanfet, 
Wei§et SBürmcben mit güblern, gWei fÇre^fpihan unb klugen am ®obfe. Swei üftabfbteber 
am Seibeteitbe nnb feitlicbe Oörftben ttttterfiühen ihre fcblangenartigen SBinbungen nnb Bringen 
fie ziemlich fbnell bon ber ©teile» fftöfet fütterte fte mit ©tubenfliegen, getrockneter, auf ange; 
feuchteten äJhtlnt, gefbabter Olutmaffe nnb bergleidben, wobnreb fie fib ftcbtlicb färBten. Sftab 
elf Oageit ftnb fie erWacbfen, geben ben ltnratb bon ftdb, Werben Wieber Wei§ unb Bereiten 
ficb an ihren 2lufentbatttorten eine Heine Höhlung gur SSerbubhuitg. 2Bemt bie SJtabe ihre 
Haut aBgeftreift hat, welche ficb hinter ihr finbet, ift fie gu einer Weifen, muntern ^uppe mit 
gWei gangenartigeit ©bwangfbihett geworben, an ber man bie einzelnen Obeile bet künftigen 
gieret Wohl unterfbeibet» 3^ab nnb nab färbt fte fib bitnfler Bit im ©ommer nab e^f 
Oageit ber geWanbte „Ourner" barant berborfommt. ©omit Währt bie gange SBerwanblnng 
etwa hier, im Söinter unter günftigen SSerhältniffen feb*> SBobeu» Oer ifteugeBorne 
Bebieut fib fofort feinet SSort^eilt, ber Mftigen Hinterbeine, unb bon Olntburft getrieben — 
er faun lange hungern, fiibt aber bann um fo empftnbliber — fubt er in langen ©ä^en 
ben ©egenftaitb, ber ihm Nahrung bietet. Oa er unter ÜDtenfben unb Obiereu geboren 
Würbe, fo bürften feine ^Bemühungen balb belohnt Werben. 2JUt Sirtuofität bohrt er feine fpiben 
klingen ein unb fangt in Dollen Sügen, fiett ber ©efaljr autgefeht, in feinem Oehageit geprt 
gu Werben, ober gar feine Suff mit bem Sebeit büfen gu ntüffen. Hat er fib Waker burb; 
fbmarobt, ift er ben allabenblib auf ihn augeftellteu 3agben glüklib entgangen unb bat er 
ben ©egenftanb feiner tbierifben Siebe gefuitben — bie SJtännben ftnb Bebeutenb Heiner alt bie 
iBMBben — fo erfüllt er beu Sauf ber Statur. — Oefaitntlib gibt et Seute, Weibe burb 
SlBribteit bon flöhen (Slnfbannen berfelBen an Heine SBageit tc.) ftb breit SeBentunterhalt ber; 
fbaffen. 3abem fte bie Ohiere längere Seit tu flabe Oötben einfperreit, Wo fie fib Bei ©bring;
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.