Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Illustrirtes Thierleben: eine allgemeine Kunde des Thierreichs. Sechster Band. Wirbellose Thiere
Person:
Brehm, Alfred Edmund
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29462/253/
S£öpferwe§pett. ©tebioeêpen. 0£p being. 
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ftiîettben, gefiel ten ©iebWegpe (Crabro striatus) erfehett. ©Begen ber lid)ten, bitrchfcheinenben 
IjBünttchen hat man tiefe ©rWeiterung mit einem (Siebe Oerglichen unb ber gangen ©efellfchaft ben 
gWeiten tarnen oerlieljen. 3tt noch anberen Sädeit ïommett wieber anbere ©tbwetdbungen Oor. ©ie in 
©lebe fîehenben ©ßegpen gehören gu ben lebenbtgeit nnb beweglichen ihrer Familie, niften ebenfo häufig 
in altem Holge, Wie in ber (Srbe nnb benutzen bort häufig bie 33ohttöd)er nnb oerlaffe.nen ©äuge ber 
Hotglafer, biefetben burdh ©Bohrmehl in gelten theitenb. ©ie Heineren, fdhwargen Slrten tragen 
©dattläufe ober Heine Stiegen ein unter Beihilfe ber SHitnbadeit nnb oorberfien ©leine ; auch bie 
größeren ©Irteit fdheinen fïd) oorguggWeife an fliegen gn halten. 
2tm ©(bluffe fei noch beg hübfcbeit Oxybelus uniglumis gebacht, einer ©a'ttung angehörig, 
Welche man leicht an beut meift rinnenartigen ©ont erfennt, in Weichen bag ^ inter f c£)ilb ch en aitgläuft, 
nnb an ben Hautfd)üppcheit beiberfeitg beg ©dhiïbdheng. ©eu ©iorberflügel dharafteriftren ein 
©Inhang au ber ©tanbgeHe nnb nur eine ttnterranbgelte, Welche eine fehr nnfdheiubare, blaffe ©Iber 
oon ber obern äJlittelgelte trennt, ©er fpinbelförmige Hinterleib hängt bem Hinterrüden au nnb 
lauft beim ©München in eine oieredige, ebene ©IfterHappe, beim ©Beibcben irr eine allmäiig oer= 
fbmäierte aug; gelbe, auch Weiße ©eitenftede ober ©3iitben oergiereit ihn. ©ie turgen Sut)ler ftnb 
gebrodjeit, nnb in ber @eft 
nnb trägt eg, angefpteßt mit bem ©tadhel, gu ©lefte. ©teg ©llleg geht aber nicht immer fo glatt 
hintereiitanber fort, Wie eg ftdh ergäben läßt. $aum ift bie fliege oor bem ©ingange guut ©lefte 
niebergelegt, um biefeg erft gu burdhmuftern, fo ift auch- fdjon ein anberer Oxybelus bei ber jpaitb, 
um fie gu ftehten. ©he ber rechtmäßige ©igeuthümer feine mißliche Sage erïannt hat, ift ber 
©ieb längft bamit oerfdhWuuben. ©ag ift ärgerlich, läßt fich aber nicht äitbern; cg muß oon 
©lenem auf bie gagb gegangen werben, ©g gibt eine Heine Stiege, Miltogramma conica nennen 
fte- bie Shmöigett, bie hat bie böfe ©eWotmheit, bei Oxybelus gu fdhmarofcen, ihr ©i in beffett ©left 
gu legen, bamit ftdh öie aitg bemfelben fhlübfenbe Saroe bie beg Oxybelus fd)iuedeu laffe. ©eghalb 
lungert bie genannte Stiege au folchen ©teden umher, Wo Oxybelus uniglumis baut, ©obatb 
festerer nun mit SSeute anlangt, erhebt fich bie Miltogramma nnb fdjwebt unheweglid) über beim 
felbeit, wie ber Stauboogel, Welcher fich fein ©dh'lachtobfer tief nuten erfah. 3euer leimt feinen 
Seinb fehr Wohl unb fliegt, um fid) feiner gu eutlebigen nnb ihu oon ber ©pur abgubringen, hiu 
unb her. ©ie Stiege läßt ftdh uid^t fo leidet täufdheit, fte begleitet ihn, fe^t ftd) auf einen hohem 
^ßunft, Wenn ber Oxybelus augruht, ftetg beitfelben im ©luge behaltenb. ©ie betabene ©Begpe
        

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