Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Illustrirtes Thierleben: eine allgemeine Kunde des Thierreichs. Fünfter Band. Dritte Abtheilung: Kriechtiere
Person:
Brehm, Alfred Edmund
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29461/618/
588 
2)ie ©tacpelfloffer. Seeteufel. glebermauSftfcbe. frötenfift^e. 
fdjarffpibigen, nad) innert gebogenen, beWegtidjen Bahnen bewehrt, Welche fiel) auf bie tiefer, 
©aumens unb ^ßflugfcbatbein oertbeileu. Oie evfte 9lücfenfIoffe befielt nur auS brei oerbunbenen 
©tragen ; mehrere Vor ihr fiet)enbe, in -einem förmlichen ©etenf fpielenbe, wildürlid) bewegliche 
gäben muffen it)r febod) gugegählt Werben. Oie Orufifloffen flehen Weit hinter ben 93aud;ftoffcn. 
Oie liemenhaitt bilbet einen großen, nad) hinten 
offenen ©ad, Welcher ton fedjS fehl* langen ©tragen 
getragen Wirb. 3)er Seib oerbünnt ftdj uumittel; 
bar hinter bent $opfe unb ift gegen baS ©djWattg; 
enbe hin feitlid) ftarf gufammengebrüdt. 
Oie Färbung bei* Oberfeite beS SlnglerS ift 
ein gleichförmiges Orautt, Welches nur auf ben 
gloffen ein SSenig bunfelt; bie Unterfeite, eins 
fdjließlidj ber Oaud); unb Or uft ft offen fteht Weiß, 
bie ©d)Wangftoffe buufelbraun, faft fdjwarg auS. 
3n ber erften Olüdettfloffe gäljlt man 3 ftacpelige, 
in ber gWeiten 12 Weichere, in ber Oruftftoffe 20, 
in ber Oaudjfloffe 5, in ber Slfterfloffe 8, in ber 
©djWangfloffe 8 ©tragen. Sltt Sänge fann baS 
Ohier 5 guß unb barüber erreichen; fo große 
©tüde Werben jebod) fetten gefangen. 
©inc-VcrWanbte ©ippe (Malthaea) führt bett 
Seamen g leb er nt a uSf if d) c unb unterfcheibet 
Ser îlngler (Lopliius piscatorius). 9tat. Oröjje bië 5 gu§. ftlh ^Ott ben ©eeteufeln hauptfäd)lid) bui'd) baS 
gehlen ber erften bRücfenfloffe, bie harte unb mit 
Jpödent bebedte ^aut, fowie bie in ein Sod) oberhalb ber Oruftftoffen fid) öffttenben dienten. Oie 
gühlfäben beS ObertopfeS fehlen; bagegen ftnben fid) foldje auf ber Unterfeite ber ©d)nauge. 
Oei ber ©eefleberntauS (Malthaea vespertilio) läuft ber^opf in einen fpitjigen Obüffet auS, 
erfdjeint be^halb faft breiedig; bie Otunböffnung ift verhältnismäßig Hein; über febent Scafettlodje 
fteht ein horn artiges ®ttöpfd)en; ber 2trmtt)cil ber Oruftfloffen ift länger als bei ben SReerteufeln. 
Oie garbung ber Oberfeite ift ein hnbfdjeS ^eUgraubraun, bie ber Unterfeite hellrot!). 3>n ber 
Stüdenfloffe befinben fteh 4, in ber ©djWangfloffe 9, in ber Slfterfloffe 4 ©trabten. 
Oei ben ^rötenfifdjen (Antennarius) ftnb $opf unb Seib feitlid) gufammengebrüdt. 3n for 
erften ’Rüdenfloffe ftnben fid) brei freie, als gangfäben bienettbe ©trabten; bie gWeitc nimmt faft ben 
gangen Sîüden ein. Oer SJtunb fteht fentrecht. Oie ^iemenljaut hat fünf ©trabten. Oie dienten 
öffnen ftd) hinter ben Oruftfloffen. Oruft; unb Oaudjfloffen ftchen auf verlängerten ^aubWurgeU 
fnodjen, alfo gleichfant auf güßen. 
©ine ber beïannteren Slrten, bie ©eefröte (Antennarius pictus), ift aÜfeitig betappt unb mit 
gäben befe^t, auf röthlichWeißgraueni ©rttnbe braun unb fdjwarg gemarmelt, liniirt, gepunltet unb 
gefledt. 3n ber erften Stüdenfloffe finben ftch 3, in ber gWeiten 12, in ber Slfterftoffe 7, in ber 
©djWangfloffe 11 ©trabten. 
Oie ©eefleberntauS bewohnt bie Slteere ©übanterifaS, bie ©eefröte bie ©unbafee. lieber beiber 
ScbenSWeife ftnb eingehettbe Oeobadjtungen bis je^t nod) nicht angeftellt Worben; Wir müffett unS alfo 
an ben Slngler hatten, wenn Wir ein Oilb berfelben gewinnen Wollen. Stile curopäifcheu Slteere 
beherbergen ihn, befonberS häufig baS mittetläubifd)e unb atfantifche äJteer; and) au beit lüften
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.