Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Illustrirtes Thierleben: eine allgemeine Kunde des Thierreichs. Fünfter Band. Dritte Abtheilung: Kriechtiere
Person:
Brehm, Alfred Edmund
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29461/445/
Stipp enntolch- Sritonen. laming $euer- unb Steichmofd). 421 
©rünben fdjtoet fjetauäftfdjett, foba§ fid) ber toipegterige Körper gewöhnlich mit bem ©eben 
Begnügen mufj. 
SDurch Vermittlung nteineê Vruberê gebende id) Binnen ^urgent mehr üBer baé in altem 
übrigen nod) unBefanntc SeBen biefeé spiereé gu erfahren, pffe and) burd) i!)n teBenbe ©tiide gu 
ermatten unb btefe in bem bon mir geleiteten „berliner Slquariunt" BeoBad)ten gu fömten. 
S£)ie St r it on en (Triton), toeldje man alê bie UrBilber ber 2Baffermold)e überhaupt anfiep, 
«fenngeidhnen fid) burd) ihren geftredten SeiB, ben [tard gufammengebrüdten, p^en Sfatberfchtoang, 
einen, Wenigftené Bei ben 9Jtännd)ett toapenb ber Spaarungégeit enttoidelten, langé beé Dîüdené 
oerlaufenben jpautfamm unb bie meïjr ober Weniger glatte $aut. SDie Wargige 3unge tfl runblid) 
ober eiförmig unb nur an ben ©eiten frei; bie ©aumengähne fielen in gWei faft gleid)laufenben Leihen. 
Sn ©eutplanb leBen brei Strten bief er ©ippe, ber SammmoI(|, ^euermold) unb £eid) = 
mold), (Sr[terer (Triton cristatus) ift oBen auf fd)WärglichotioenBraunem ©runbe Weif) gepunftet, 
Wie üBerpubert, unb mit einigen fd)Wargen, berlofdienen Rieden gegeicpnet, auf ber Unterfeite auf 
orangenrotpm ©runbc fd&Warg gefledt, an ber ®etjle fd)Wärglich, Weif; Bepubert, ber ©dljtoanj unten 
orangengelB gefäumt. S£)ie Sänge Beträgt 5 3^11. 
Steictje, ©ümpfe, VSaffergräBen unb anbere fiepenbe ©eWäffer gang SDtitteleuropaé non ©üb; 
fd)Weben an Biê Italien unb ©panien l)in, nid)t feiten aBer aud) OueUen mit Harem, faltent SBaffer, 
s Vrunnen tc. geBen ipm Verberge. 
Veim $euermold)e (Triton igneus) ift bie OBerfeite auf fd)ieferBlauem ©runbe fd)Warg 
marmorirt, bie föörperfeite himmelblau, fd)Warg gefledt, bie Unterfeite orangenrott), otjne Rieden; 
| geid)nung, ber ©d)Wang Blau, unten mit Breitem crangenrotpn ©aunte, ber ßamm be» 9Jtänud)en3 
auf fdf)WefelgelBem ©runbe fd)Warg gefledt. ©eine Sänge Beträgt 4V» 3ott. Heimat unb 2Buf- 
enthaltlorte finb biefetBen Wie Beim Kammmolche. 
SDer St e id) mold) (Triton palmatus), burd) langen, fel)r gugefpipen ©d)toang öor ben üBrigen 
auêgegeid)net, ift oBen ötgrün unb bunfler lângé geftreift ober gefledt, ber ©cpWang jeberfeitê Çell= 
Braun geBanbet, unten orangenroth gefäumt unb fd)Warg gefledt, tângé beê rotten ©aumeê 
geWöhnlid) aud) filBerweifj geftreift, auf ber Unterfeite Ijodj; ober feuergelB. ©tepnbe ©eWäffer 
i beê größten St!)eileé oon ©uropa Beherbergen auch biefe 2lrt. 
Sn ipen ©itten unb @eWohn]§eiten unterfcpeiben ftd) bieStritonen fo Wenig, battoir unê auf 
eine SeBenêBefdf)reiBung beé Kamntmold)eê Befchränlen fömten. ©ie finb ed)te 2Baff eruiere, Weldje 
nur auênahmétoeife ané Sanb fommen unb foBalb atê möglich bem SBaffer lieber guftreben. Klare 
©eWäffer, Weld)e mit ©eBüfdh Beftanben finb unb bie nöthige Nahrung gewähren, giepen fie allen 
üBrigen oor unb meiben eigentlich nur rafdjfliefjenbe Väd)e ober fÇlüffe. 9luf bem Sanbe täppifd) 
unb ungefdfjidt, Belegen fie jtdj) im VSaffer fehr hurtig, oorgugéWeife mit $ilfe ipeS Breiten 
©dhtoangeé, fteigen oft fenlredht in bie .fpölje, um Suft gu toechfeln, athmen im SBaffer aué unb laffen 
baBei einige SuftBlafen gur DBerfläche emhorfteigen, oerfenfen ftch unter fchlättgelnbert Vetoegungeu 
ioieber in bie Stiefe unb h^fdhen niebrig üBer bem ©runbe hin unb her, auf Vente fpähenb unb 
jagenb. Snt J^erBfte oerlaffen fie ihr Sßohngetoäffer, um unter ©teinen unb Vaummurgetn, in Ufer= 
höhlen ie. gemeinfdhaftlich eine SßinterherBerge gu fudhen; biefenigen aBer, Welche ftdh einen quellen; 
reichen Steidj erzählten, BteiBen hier auch toährenb ber falten Spreégeit. SRur ioenn burdh irgenb 
einen 3ufaU ihr SSohngetoäffer auêtrodnet ober abgeleitet toirb, entfchliepn fie ftch gu
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.