Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Illustrirtes Thierleben: eine allgemeine Kunde des Thierreichs. Fünfter Band. Dritte Abtheilung: Kriechtiere
Person:
Brehm, Alfred Edmund
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29461/397/
©teppenfrof cp. 2Öed^feïfrofd;. 
unfer SBafferfrofcp, beS 9lad;tS mit unermüblicper SluSbauer feine bem ©cpwirren ber .fpeufepreden 
äpnelnbe ©timmc gum Seften gibt. (Sr beWopnt oorzugSWeife bie fftänber ftepenber ©eWäffer unb 
pält fiep pier jumeift auf ben fd;Wim= 
menben Slattern ber Söaffetpflanzen 
auf, püpft aud; Wopl gu benachbartem 
©efträuepe empor, ohne feboep bie ®let; 
ter^ unb Æïebefertigteit beS Saubs 
frofcpeS gu beftpen. Oafitr bewegt er 
fich fpringenb um fo gefehlter; benn 
er führt imSerpältniß ^u feiner geringen 
©röße Waprpaft erftaunlicpe Sogenfäpe 
auS. 3n ber ©efangenfe^aft legt er 
biefelbe Sebpaftigteit Wie im freien an 
beu Oag, läßt auch fe^ne stimme fehl* 
oft hören unb fann, Wenn er oerftummt, 
burd) Scfprengen mit Söaffer fofort 
Wieber zum ©ingen gebracht Werben. 
lieber feine Fortpflanzung finb mir 
beftimmte Eingaben nicht befannt. 
ÜDer @tei>£enfrofd) (Acris Gryllus). ber nat. ®rö§e. 
Oer SBecpfelfrofd; (D^ophytes versicolor), Vertreter ber ©ippe ber Äletterfröfcpe, 
Unterfcpeibet fiep non ben SerWanbten burd; bie gebrungene ©eftalt unb bie ßurze unb.Oide ber 
©lieber, baS Scrpanbenfein feiner OrüfenWarzcpen auf ber Oberfeite, überhaupt burep baS ïrôten= 
artige 5tuSfepen, fobaß ber in üftorbamerita übliche 9tame „Saumtröte" als WoplgeWäplt erfepeinen 
muß. Heber bie Färbung beS OpiereS tann etwas SeflimmteS taum gefagt Werben, Weil fie in 
einem ©rabe med;felt, Welcpe felbft unter Saumfröfcpen ungeWöpnlicp ift. Dcacp Serficperung ber 
Seobacpter fd;miegt fiep bie Färbung ber Umgebung auf baS Oäufcpenbftc an, unb fo gleicht ber 
Skcpfelfrofd; halb einem mit Firepan überfponnenen ©tüd Saumrinbe, halb einem bemooften 
©teine, Wirb auep burd; feine ®lcid;färbigteit in bemfclbeu ©rabe Wie ber Saubfrofcp Oor Feinben 
gefepupt. 2tn ben ©eiten bemerft mau immer glängeubgelbe %\tdt, uttb bie Unterfeite bepält unter 
allen Umftänben ipre gelblicpWeiße Färbung bei. Oie Sänge beträgt ungefäpr 2 3otl., 
OaS Opier oerbreitet fid; über ganz ÜJiorbamerifa Oon $anaba an bis naep £eraS pinab. ©ein 
geWöpnlicper Slufenlpalt ftnb Saumftämme unb bide Slefte; benn an ^letterfertigteit tarnt eS mit 
anberen Saumfröfd;en nid;t entfernt Wetteifern. Oen SSinter oerfepläft eS im feptammigen ©runbe; 
im Früpling aber erfd;eint eS fepon bei guter 3eit in ben Oeid;cn, um fiep fortzupflanzen, unb erfüllt 
bann bie [title 9cacpt mit feinem fonberbaren Otufe, Weld;er tlingt, als ob ber Saut S Wieberpolt nad; 
einanber auSgefprod;cn Wirb. 2tadp ber Segattung begeben fiep bie Släuncpcn auf bie Säume, 
ergöpen fid; aber aud; pier nod; Wcibïicp mit ©ingen unb ©d;reien. 
* * 
* 
Sei ben ©lattfröfepen (Ranae) erweitern fid; bie 3el;enfpipen niept zu Kolben; ber Seib ift 
Oerpältnißmäßig fd;lant, ber $opf tui*z, platt unb breitmünbig, baS oorbere FnBpaar fepr tm*z im 
Serpältniß ju bem pinteren, beffen 3epen regelmäßig burd; breite ©d;wimmpäute oerbunben werben, 
bie ^>aut unten glatt, oben bagegen geWöpnlid; mit einzelnen Oriifen befept. 5lKe Wirten tragen 
^äpne im Obertiefer unb am ©aumen.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.