Volltext: Illustrirtes Thierleben: eine allgemeine Kunde des Thierreichs. Vierter Band. Zweite Abtheilung: Die Vögel. Zweite Hälfte: Späher, Läufer und Schwimmer (4)

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$ie Säufer, ©djarvoöflel. SRaudjfufföüBner. 
9Rücfen=, Sürgel; unb bie mittleren @d)Wangfeberu föWarg, gut Hälfte roftBvaun ober bunBelvoftgelB 
in bie Ouere geMnbert nnb alle Gebern Weiß gefäumt, bie ©d&toangfebem oerHid)en unb i§re @nb= 
Bauten aBgefdf>Iiffen, bie £anbfd§Wtngeu Weiß, U>ie int hinter, bie Irmfd&Wingen Braun, mie bei* Dtiidfen, 
©efWjt, fteÇïeunb ©urgel roftrotÇ, geWôÇnlicÇ ungefledt, Æotf, OBerBruft unb Stößen roftfarBen 
ober roftBraun, fein fdjWavg gef^ri^t unb geWettt, bie Gebern ber StittelBruft fd)Warg, roftfarBig uitb 
Weiß geftedt, bie beê Saud&eê unb ber Seine Weiß, bie UntevfdjWangbedfebern fd&Warg mit roftgelBen 
unb Braunen Säubern unb 3idgadlimen gegeidjnet; unter bem luge unb an bem HftunbWinBel fielen 
Weiße glede. £>ie ©tunbfätBung Bann lichter ober fetter fein; e§ Bann oorBommen, baß. bie 
Sehern auf lidfjtBraunem ©runbe fdf)Warg gegebne! ftnb u. f. to. 3m Saufe beê ©omnterê Bleichen 
bie Sehern au3. SDaâ S3eiBd)en ift ftetê lifter, erhält auc$ fein ©ommerfleib immer früher als 
baê Staunten. ©Beidseitig mit ber Anlegung ber buuBIen Sefieberung ÇeBt unb rottet ftc$ her 
SrauenBamm, unb Wäljtenb ber ^aarangêgeit trägt er gum @d§mude beê Sogeïê nid;t unWefentlid) 
mit Bei. 
Siele Sorfd)er nehmen an, baß eine gtoeimalige Staufer ftattfinbet: eine im [petBft, Weldie fid) 
ÜBer ba§ gange ©efieber erftredt, unb eine gtoeite im Srfiföaljre, burd) WeldBe ba§ Bleine ©efieber 
geWedjfelt Wirb. Sun aBer geÇt baê SBinterBIeib Beineëtoegê unmittelbar in ba§ ©ommerBleib ÜBer 
unb biefeê eBenfotoenig in baê SßinterBIeib. 3>e8$«IB ÿat man gu her SnnaÇme gelangen 
Bonnen, baß ba£ Stoorfd^nee^u^n viermal im 3al)re maufere. dagegen glauben ameriBanifdje 
Sorfd^er BeoBadjtet gu IjaBen, baß baê^leingefteber im ÇcrBfte Wenigftenë nidjt neu erfe^t, fonbem 
einfach oerfärBt toerbe, unb gtoar fed biefe SerfärBung, laut 9bid)arbfon., an ber ©pit^e ber 
Sehern Beginnen unb fo rafdfj überljanb nehmen, baß in ad)t Bis geljn Sagen ber SBed&fel ooltenbet 
ift. Stein nortoegifcf)er Säger oerftdjerte midi) nun aBer toieber, baß baê Stoorfdjueefmbn tm 
£erbfte, trenn plöfclid) [tarier ©dmeefaü eintrete, bie nod§ Braunen Sehern anémie, baß einê baBei 
bem anbern §elfe, unb baß man bann bie buuBIen o errät!) erifcÇ en Sehern beê ©ommerê oft maffem 
Weife ftnbe. 
Seiber I)aBe id^.nod) Beine ©elegen^eit gefunben, ÜBer ben SebetWed)feI eigene SeoBad^tungen 
ju fammeln. (Sin ÏKccrfctiiiectjafin, Wetten ber hamburger ©arten lebenb befaß, Würbe tm Jjerbftc, 
gerabe cor ber «Kaufet, Don einem SRaubtlfiere getöbtet; einen ©rfatj bafür haben loir ncct^nicfit 
erlangen (önnen, fo [ebr ich auch battah ftrebe. Stenn nur ©efangene, Welche im Steten 
gehalten nnb allem ©nfluffe beb SSetterd ftreid gegeben Werben, ïônnen und aufflären über ben 
SBeelffel ber Sleiber. GfinftWeilen evfdjeint eö mir ne dt feilt fraglich, Welche von ben oorljin beregten 
Sinnahmen ber gorier bie flrßgte 2Ca^vf^einri^ïeit für fi<h fat: id, habe gerabe' neuevbing« 
über bie SBerfärbung ÏSalmtcbnumgen gemacht, Welche ich Wer für gänjlich unmöglich h'ctt- 
©ürfte man eö Wagen, non biefen ^Beobachtungen au» auf ben geberwehfei bed lBcoor]dmeel;ufm- 
lleibed ju fc^Iie§en, fo Würbe man annehmen muffen, ba| nur eine etnjtge SJiaufer tm 3at)ve 
ftattfinbet, alle übrigen SBeränberuttgen bed gebevlleibed aber einfach burch SSerfärbung bewirlt 
toelî’e®(lg sßioorfchneehuhn oerbreitet ftch über ben SRorben ber alten unb neuen SBelt, foinmt jeboch 
ni*t überall in gleicher iffienge Oor. ©ehr häufig ift ed in ©lanbinaoien, »om SBermelanb an bid 
tum Siorbïaf) hinauf, gemein auch in ginnlanb nnb SKuftanb, häufig noch in rufftfe^en Oftfee» 
fjrooingen, namentlich in Siö=, unb Surfanb bid Wauen herab, gahlveich ebenfo tn otelett 
©egenben ©ibirtend. fftabbe fagt, baf et Währenb feiner fftunbteife um ben SSatfalfee tue» 
tnald uttb ebenfowenig am mittleren Slmur fflioorfchneehühner antraf unb bedhalb oorauöfebett 
muß, ba§ fte int Sommer nicht hier leben; Wohl aber begegnete er ihnen im öfitichen ©afan, unb 
twat in ber ®öhe oon 5 bid 6000. guf über bem ÜReeredfoiegel, namentlich in ben.Wetteren 
Jtjälern, weihe mit SBirfettgefröuh befanben fnb. 3m Storben Slmerifaö bewohnt bad -puEitt, 
laut ätidjarbfon, alle „feljgegenben" jtoifdoeu bem 50. unb 70. ©rabe ber Streite, tft aber inner» 
halb biefer ©renje theilweife Sßattberoogel, Weiher fh mit Annäherung bed SBinterd in ja^trethe
	        
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