Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Illustrirtes Thierleben: eine allgemeine Kunde des Thierreichs. Dritter Band. Zweite Abtheilung: Die Vögel. Erste Hälfte: Knacker und Sänger.
Person:
Brehm, Alfred Edmund
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29459/904/
8G2 
SDie ganger. Singvögel. Saubfättgev. 
rutdjen (Hypolais hortensis ober Ilypolais salicaria) ift auf bcv Oberfeite grüngrau, auf ber unteren 
blaßfd;tvefelgelb; bie ©Zwingen ftnb mattfd;lvargbraun, auf ber 51ußenfal;ne grünlich "gefäumt; Me 
©djlvangfebern finb lichter al« bie ©d;lvingen, außen fchmugig tveiß gefäumt ®a« 2ïuge ift bunfel; 
braun, ber ©d;nabel graubraun, an ber dßurgel ber Unterfinnlabe rctfjlid;gelb, ber guß lichtblau. Oie 
Sänge beträgt 5% Sott, bie ©reite 9 V, 3od, bie gittiglänge 3%, bie ©d;lvanglänge 2 Boll. 
StB ba« eigentliche ©aterlanb be« ©artenfänger« muffen loir dRitteleuropa anfeljen. ©otthierau« 
verbreitet er fid) ttörblid; bi« ©fanbinavieit, toä^renb er im ©üben be« ©rbtheil« burefy ©ertvanbte 
vertreten ivirb. Bit ©panien haben ivir il;n nie beobachtet, unb auch m ©riedjenlanb gehört er gu ben 
feltcuften ©ögeln, ivelche man nur loährenb ber Bug^eit antrifft ©ehr mit Unredjt hat man eine 
ber füblichen Slrtcn (Hypolais polyglotta) mit ihm vertvechfelt ober al« eine 21u«artung von ihm 
angefehen: beibe ©ögel unterfdheiben fid; nid;t blo« burd; bie ©röße unb glügclbilbung, fonbern auch 
burd; ihre Sebenêlveife unb namentlid; bitvd) ihren ©efang. 
2)er ©artenfänger (Hypolais hortensis ober Hypolais salicaria). 
Unter feinen gamilienVerlvanbteit ift ber ©artenfänger ber lveid)lid)fte unb gärtlichfte. ©r 
erfd)eint bei un« gu Sattbe erft, menu ade ©äume fid) belaubt haben, alfo niemals Vor ©nbe Styril« 
unb verteilt in ©eutfd;lanb l;öd;ften« bi« gu ©nbe Sluguft«. Btt tveld;en ©egenbett Slfrifa« er beit 
Sßinter verbringt, vermag id; nid;t gu fagen; id; habe ihn, foviel ich mid; entftnnen fann, niemal« auf 
bem Buge beobachtet 
®er ©artenfänger macht fid; bemer!lid;er, al« viele anbere ©ingvöget ©r 'gehört gu betten, 
lveld;c in unmittelbarer dtälje be« 2Jîettfd)en gern toohnen, ja ©ärten unb Obftyflangungett fogar bem 
3ßalbe gu bevorgugen fd;eitten. 3m Saubtoalbe ift er aderbing« ebenfad« gu finben ; aber er liebt bod; 
mehr bie dtänber al« bie dRitte beffelbctt; in üRabeltvälbertt fehlt er gänglid; unb ebenfo ittt ©ebirge. 
©ärten mit Reefen unb ©ebüfdjett, in benett Hvllunbers’, gliebers, Hartriegels unb ähnlid;e ®efträud;e 
häufig ftnb, ober Obftpflangungen, locldte vott Heden eingefaßt iverben, beherbergen ihn regelmäßig.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.