Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Illustrirtes Thierleben: eine allgemeine Kunde des Thierreichs. Dritter Band. Zweite Abtheilung: Die Vögel. Erste Hälfte: Knacker und Sänger.
Person:
Brehm, Alfred Edmund
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29459/351/
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gabenhoyf. ®vageitl)Otof- 
prächtig golbgelb, toetdje garbe aber, toenn ber SSalg aud) nur ««ge 3«t bei* ©inttoirlung toon Sicht 
unb Otaudj auögefcjjt hnrb, halb toerbleidjt unb fid) in ©djmugigtoeig umtoanbelt. glügel unb ®^ang 
finb toiolett, Ijevrlid) glängenb, unter getoiffem Sichte gebänbert. Oaê SterUtoürbigfie (tub offenbar bte 
langen ©eitenfebern. Oie längfteu toon iïjnen reichen bis über beit ©djmang t)inau§, nnb bic testen 
unterftcn toertoanbeln fid) in ein langeê nadteê ©ebilbe toon berStärfe eineê $ßf erbehaar eê, ioelc^eê am 
Urfprunge golbgelb, bon ba an aber braun gefärbt ift. Oaö 2luge ift fdjarlachrotb, ber ©d;nabel 
fdjtoarg, ber gug fleifdjgelb. Seim Sßeibd)en finb Oberfopf, Unterhalt nnb Obervüdeu fätoarg, bie 
fammtartigen Äopffebern heHpürpur glängenb, ber Uuterrüden, bie Flügel unb ber ©d)loang roft= 
braun, bie grogeu ©djfoungfeberu an ber Snncnfeite fdjhmrg. Oie gange Unterfeitc ift auf grau* 
feigem ober heUfdjmugiggelbbräunlichem ©runbe mit «einen fdhfoargen Streifen in bie Ouere gesellt. 
Oer junge Sogei gleicht toottlommen bem SSeibdjen. Seim gunehmenben filter erlernt guerft bcr 
änbe, 
bie übrigen toaren gtoei Oage fpätcr nicht mehr gu feljen : ba§ iüiebcrl)olte ©d)iegen unb ein ftar« 
ter, auf bie Stifte gu Whenber Sßinb hatte fte nach bem ©ebirge gurüdgefc£>eucht. 3n bem Stagen 
ber ©etöbtetcu fanb id) grüd)te, toermifcht mit eingcluen Ueberbleibfeln toon ®eibtt)ieren. 
f/3n ber Srutgcit richtet ber Sogei ben Sruftfragen ringförmig unb toom Seibe abftehenb, 
nach toorn auf unb öffnet bie toerlängerten ©eitenfebern gu einem prad)toolIen gäd)er." 
Oer Ävagenpopf (Epimachus magnus) toertritt eine anbere ©ippe B^fct £>orbe. ©ein 
@d)itabel ift lang, bogenförmig, auf ber girfte runbfantig, ber glügel mägig lang, ber Schwang fehr 
langftufig, ber gug mägig, aber träftig. Süfchelfebern fin ben fid) nur au ben Sruftfeiten. Oie Sänge 
beträgt ungefähr 3V4 gug, tootoou mehr als 2 gug auf ben langen ©chtoang tommeu; beim ber Sogei 
ift nid)t grog unb ïommt hinfidjtlich feines SeibeS hödjftenö einer Sau be gleid). Oer ^o^f ift mit 
«einen runblichcn ©chuppenfebern bebedt, toelche brongegrün finb, aber blau unb golbgrütt fd)illern. 
Oie langen gerfaferten ipinterljalöfebern finb fammtig unb fdjtoarg. Oer Otüden ift ebenfo gefärbt, 
aber unregelmägig gerftreute, länglid)e, fpatenförmige gebern mit biden Särten, ioeldje grünbjäulidh 
fd)iöern, bringen 2lbltoed)felung in biefe gärbung. Oie Unterfeite ift f^margtoiolett, bie grogen 
©djmudfebern an ben Sruftfeiten, tueldjc in ber 9M)e naepffig über bie glügel gelegt Serben, fd)i« 
lern im pracpttoollften ©lange. Oer Schnabel unb bie Seine finb fdjroarg. Seim SSeibdjen finb 
Oberïopf unb «Kaden gimmtfarben ; baö übrige ©efieber ift «aie bei ben Stänud)en gefärbt; nur finb 
alle garben matter.
        

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