Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Illustrirtes Thierleben: eine allgemeine Kunde des Thierreichs. Zweiter Band. Erste Abtheilung: Die Säugethiere. Zweite Hälfte: Beutelthiere und Nager. Zahnarme, Hufthiere und Seesäugethiere
Person:
Brehm, Alfred Edmund
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29458/862/
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SDie (Sirenen. — $5er fdjmalfdjnaujige Samantin. 
gjianati Reibet mir baS ©raS ab, treldjeS- im SGBaffer [elb[t toädjft, unb bavait t;at er öoUftöubig 
genug ; benn alle [üblichen ©trente ftnb an ruhigen ©teilen überaus reid; an SBafferpfïanjeu aïïer 
2lvt. ©r frißt [oriel, baß er Sftagen unb ©armfdjlaud; roHftänbig mit fM;rung anßüHt. 
2Benu er fid; gefättigt t;at, legt er [id; an [eilten ©teilen fo nicber, baß er bie ©djnauje auS bent 
^Baffer recft unb nid)t immer auf unb nicber gtt tauchen braud;t. ©onft fie^t man ifyt nur tl;eiU 
ioeife über beut Staffer, trenn er, kmt Suft gu Ijolen, emporfommt. £>ieS ge[d;iel)t [et;r oft, trofj 
ber großen Suftbeljälter, unb besfjalb bevorzugt er aud; bie festeren ©teilen in ben fÇlüffeu. 
£)ie Seit ber Paarung [c^eint nod) itid)t befaunt ju [ein, unb [elbft über bie gortyflau^ung 
fdjtranfeu bie 9ïad)rid)teu. Einige [ageu, baß baS 2ßeibd;eu jtrei Suuge toerfc, irä^renb Rubere 
übereiuftintmenb nur 001t einem einzigen reben. 2)ie 2tul;äuglid)feit ber SDtutter an i(;rc ^inber tvirb 
einftimmig gerühmt. 
SDer fcfjmatfdjnauäige Samantin (Mauatus australis). 
2ln allen Orten, too ber Samantin rovfomnit, ioivb il)m eifrig nad;geftellt. ©ein gleifdj gilt 
gtrar für uitgefuub unb ftebererjeugenb, ift aber feljr [d)mad^a[t. 9iad; Jp tt nt b 01 b t ähnelt eS 
mel)v bem ©d)toeiuef(ei[d), als bem beS fftinbeS. ©ingefaljen unb an ber ©omte gebörrt tvirb eS 
baS ganje Saljr aufbelral)rt; benn [etbftrerftänblid» erflären bie «Pfaffen ben Samantin für einen 
ftifd) unb erlauben beSbalb ben ©enuß [eines glei[c£>eS toäl;renb ber gaftenjeit. ©djon ©onjalo 
Ooieb0 rül;mt biefeS ftleifd) unb erjäblt, baß er baron im 3at;re 1531 ©iuigeS mit bis nadj ©pa* 
nien gebrad)t unb eS ber ^aifcviu rorgefe^t l;abe. ,,©S [d)ntedte Sitten [0 gut," [agt er, „baß [ie 
glaubten, [ie äßen gleifd; auS ©nglanb." £)ie ©uamoS unb OtomafoS fenneu fein beffcreS ©e; 
ridjt, als Samautinefleifd;, unb beSfyalb geben fid; gerabe biefe beibeit ©tämme mit bent Sfang ber 
©eetl)iere ror^ugStreife ab. SDagegen eerabfdjeuett bie ^ßaraoS baS £l;ier [0 feljr, baß jte ftd), als 
93 0 n^lanb eine ©eeful) gerlegte, rerfteefteu, um [ie nid;t amtieren ju müffen. ©ie behaupteten, 
baß bie Seute it;veS ©tammeS unfehlbar [türben, trenn [ie baron äßen.
        

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