Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Tachistoskop, ein Instrument, welches bei Untersuchung des momentanen Sehens den Gebrauch des elektrischen Funkens ersetzt
Person:
Volkmann, A. W.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit29444/3/
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A. W. VOLKMANN, 
chen der eben so lange Schieber abed von 1 Mm. Dicke bequem 
hineinpasst. In diesem Falz läuft demnach der Schieber, wenn 
er in Bewegung gesetzt wird, und die Bewegung erfolgt, sobald 
durch Vermittlung einer Druckfeder die Zugkraft eines Gewichtes 
ausgelöst wird. 
Das Gewicht G ist nämlich durch eine über die Rolle R 
laufende Schnur S mit dem Schieber verbunden, und muss die¬ 
sen, sobald ihm selbst eine Fallbewegung gestattet wird, in 
horizontaler Richtung nach sich ziehen. Damit aber der Schieber 
sich erst dann bewege, wenn dies im Interesse des Versuches 
liegt, ist ein Apparat angebracht, welcher die Zugkraft des Ge¬ 
wichtes so lange hemmt, bis der Beobachter die Hemmung ab¬ 
sichtlich aufhebt. Das Wesentliche dieser Hemmung besteht 
darin, dass ein zahnartiger Vorsprung auf der Oberfläche des 
Schiebers an ein Stäbchen stösst, welches mit dem unbeweg¬ 
lichen Theile des Instruments in fester Verbindung ist. 
Fig. 2. 
Dieses Stäbchen stellt einen zweiarmigen Hebel dar, welcher 
sich in einem Gewerbegelenke bewegt, und gleicht also in seiner 
Einrichtung vollständig den Klappen unserer Blasinstrumente. 
Der eine Arm dieser Klappe übt einen Druck gegen die Ober¬ 
fläche des Schiebers, also in der Richtung von oben nach unten, 
aus, indem der andere Arm, durch eine unter ihm liegende 
Feder, einem entgegengesetzten Drucke, d. h. von unten nach 
oben, ausgesetzt ist. Das Nähere ergiebt sich aus Fig. 2., welche 
das Tachistoskop im Querschnitte darstellt. In dieser Abbildung 
bedeutet S den Schieber, im Querschnitte gesehen, kk' die Klappe, 
und zwar k' den Arm derselben, welcher durch die darunter 
liegende Feder f in die Höhe gedrängt wird, k dagegen den an¬ 
dern, nach abwärts drückenden Arm derselben, welcher an 
einen zahnartigen Vorsprung z anstösst. Wenn also in Folge 
eines Druckes der Arm k' sich senkt, erhebt sich der Arm k über 
den Zahn des Schiebers und gestattet diesem, dem Zuge des 
Gewichtes Folge zu leisten.
        

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